Boeing 737 von Utair: Die Fluglinie ist angeschlagen.

Hohe SchuldenRussischer Utair droht die Pleite

Banken, Flughäfen und Leasingfirmen klagen vor Gericht gegen Utair, weil die Regionalairline Rechnungen nicht zahlt. Das könnte ihr Aus bedeuten.

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Den russischen Fluggesellschaften steht das Wasser bis zum Hals und oft schon drüber. Die Rubelkrise, sinkende Ölpreise und westliche Sanktionen lassen ihre Einnahmen sinken und Kosten steigen. Mindestens drei Anbieter mussten deshalb schon aufgeben: Im Herbst waren Moskovia und Bylina an der Reihe. Sie stellten ihren Betrieb wegen finanziellen Problemen ein. Kürzlich traf es Polet. Auch sie groundete die Flotte, weil es an Geld fehlte.

Nun hängt die Zukunft von Utair an einem seidenen Faden. Anfang Woche hat die Alfa Bank vier Klagen gegen die drittgrößte Fluglinie Russlands eingereicht. Es gehe um rund 13 Millionen Dollar an unbezahlten Rechnungen. Ein Richter ließ deshalb Hubschrauber aus der Flotte beschlagnahmen. Zuvor hatten schon die Flughäfen von Jekaterinburg, Perm und Samara wegen nicht bezahlter Schulden gegen Utair geklagt, gleich wie die Leasingfirmen Yugra und Avialeasing.

Strecknenetz kleiner, Manager weg

Utair hat bereits ein Sparprogramm eingeleitet. Die Flotte und das Streckennetz sollen dabei verkleinert werden. Zudem werden Kaderleute der mittleren Ebene entlassen. Das alles soll Einsparungen von 180 Millionen Dollar bringen.

Doch das Problem ist vor allem die Liquidität. Und die wird knapp. Nun erwägt der Staat Utair unter die Arme zu greifen. «Wir reden derzeit darüber», bestätigte kürzlich Vize-Premier Arkadij Dworkowitsch, wie die Siberian Times schreibt. Utair ist für die Regionen in Russlands Fernen Osten eine wichtige Verbindung zur Außenwelt.

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