Jet von Azur Air: Schwierigkeiten mit der Behörde.

DeadlineRussischer Azur Air droht Lizenz-Entzug

Russlands Luftfahrtbehörde hat Azur Air ein Ultimatum gestellt: Wenn die Fluggesellschaft bis zum 20. März nicht Probleme behebt, muss sie am Boden bleiben.

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Russlands Luftfahrtbehörde Rosaviatsiya zeigt sich äußerst unzufrieden mit der russischen Fluggesellschaft Azur Air. Bei einer Überprüfung im Dezember 2017 seien Mängel zu Tage getreten in Hinblick auf die Aufrechterhaltung der Lufttüchtigkeit von Flugzeugen und die Organisation des Flugbetriebes, teilte die Behörde Anfang Februar mit. Da die Fluglinie die Zweifel noch nicht in vollem Umfang ausgeräumt habe, beschränkte Rosaviatsiya die Gültigkeit des Betreiberzertifikates von Azur Air auf die Zeit bis zum 20. März.

«Wenn alle Verstöße beseitigt sind, können die Beschränkungen im Einklang mit dem Gesetz aufgehoben werden», so die Behörde. Andernfalls könnte die Fluggesellschaft den Flugbetrieb am 21. März einstellen. Bis dahin läuft der Betrieb jedoch normal weiter.

Schwester in Deutschland

Die Behörde soll laut dem Fachportal Russian Aviation Insider alleine im Januar 2018 zwölf Verspätungen von je mehr als zwei Stunden bei Azur Air festgestellt haben, sieben davon aufgrund von technischen Problemen. Die Fluggesellschaft reagierte mit einem Statement auf ihrer Webseite auf das Vorgehen der Behörde. Man sehe keine Schwierigkeiten darin, die kritisierten Mängel zu beheben, schrieb die Airline. In Kürze werde man Rosaviatsiya um die Aufhebung der Gültigkeitsbeschränkung bitten und dazu alle nötigen Dokumente vorlegen, die beweisen, dass man die Probleme gelöst habe.

Die Flotte von Azur Air besteht aus fünf Boeing 737-800, acht 757-200 und sieben 767-300. Die Fluggesellschaft hat mit Azur Air Germany eine Schwester in Deutschland mit Basis am Flughafen Düsseldorf. Auf Anfrage von aeroTELEGRAPH hieß es bei der deutschen Azur Air, zur russischen Schwester könne man keine Aussagen treffen, «da wir ein ganz eigenständiges, deutsches Unternehmen sind». Im Sommer 2017 hatte Azur Air Russland der deutschen Schwester bei deren holperigem Start mit einer Boeing 767 ausgeholfen.

Ergänzung vom 19. März: Nach weiteren Überprüfungen am 14. und 15. März hebt Rosaviatsiya die Beschränkung der Gültigkeit des Betreiberzertifikates von Azur Air auf. Damit kann die Airline auch nach dem 20. März weiterhin abheben, wie die Luftfahrtbehörde am Montag mitteilte.

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