Blick in das Ultrafan-Triebwerk:

UltrafanRolls-Royce startet Bau des ersten Riesentriebwerks

Der Triebwerksbauer hat seinem Ultrafan eine Pause verordnet - allerdings erst, wenn das erste Exemplar fertig ist und läuft. Nun startet der Bau des riesigen Flugzeugmotors.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Trainer Aircraft Chief Engineer

Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Flugzeugwerke AG
Schweiz
Vollzeit
Top jobs
k5 logo

Captain A320 (m/w/d)

K5-Aviation GmbH
München, Hamburg, Stuttgart
Feste Anstellung
Business Aviation
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
logo-gi-group

Teamleiter (gn) am Flughafen Hamburg

Hamburg
Feste Anstellung
Gi Group Recruiting
Deutschland
Vollzeit
Top jobs

Im Januar kündigte Rolls-Royce-Chef Warren East an, die Entwicklung der neuen Triebwerksgeneration Ultrafan auf Eis zu legen. Allerdings nicht sofort. Man habe die Absicht, bis 2022 erst «die Phase abzuschließen, in der wir uns im Moment befinden, nämlich den Demonstrator zu entwickeln und vollständig zu testen», sagte East.

So hat der Triebwerkshersteller nun im britischen Derby mit dem Bau dieses ersten Vorführexemplars des Ultrafan begonnen, genannt UF001. Am Montag (29. März) teilte das Unternehmen mit, «das Demonstrationstriebwerk, das einen Fan-Durchmesser von 140 Zoll hat, wird bis Ende des Jahres fertiggestellt sein». 140 Zoll sind mehr als 355 Zentimeter - das ist noch größer als das General-Electric-Triebwerk GE9X, das die Boeing 777X antreibt.

Erster Testlauf mit nachhaltigem Treibstoff

Während der Bau des ersten Ultrafans beginnt, werden bereits andere wichtige Teile für die Lieferung nach Derby zusammengestellt. Im britischen Bristol arbeitet Rolls-Royce am Carbon-Titan-Fan-System und im deutschen Dahlewitz entsteht das Getriebe. Wenn UF001 fertig ist, soll der erste Testlauf mit 100 Prozent nachhaltigem Flugkraftstoff durchgeführt werden.

Rolls-Royce plant den Ultrafan nicht nur in dieser riesigen Version für Langstreckenflieger. Er soll skalierbar sein, das heißt, es könnte auch Versionen für Kurz- und Mittelstreckenmodelle geben. Dass die Entwicklung nach dem Bau und Test des Demonstrators auf Eis gelegt wird, liegt daran, dass sie Branche durch die Corona-Krise ausgebremst wurde. «Ich kann die Flugzeughersteller nicht zwingen, neue Flugzeuge zu entwickeln, und wenn es keine Nachfrage nach ihnen gibt, dann gibt es auch keine Nachfrage nach den Motoren», sagte Konzernchef Warren East.

Mehr zum Thema

Rolls-Royce legt beim Supertriebwerk Denkpause ein

Rolls-Royce legt beim Supertriebwerk Denkpause ein

Grafik des Ultrafans: Die vorderen Triebwerksschaufeln drehen sich wegen des Getriebes langsamer als das restliche Triebwerk und machen es damit effizienter.

Rolls-Royce sucht beim Triebwerk den Quantensprung

Rote Zahlen bei Triebwerksparte von Rolls-Royce

Rote Zahlen bei Triebwerksparte von Rolls-Royce

pratt whitney pw1100 lufthansa airbus a320 neo

Mehr als 600 Triebwerkssteile durch Trick gestohlen - jetzt könnten sie auf den Markt gelangen

Video

erdfall la guardia loch
Am New Yorker Flughafen LaGuardia ist nahe einer Start- und Landebahn ein tiefes Loch im Rollweg entdeckt worden. Viele Flüge mussten am Mittwoch gestrichen werden.
Timo Nowack
Timo Nowack
Snowbirds im Formationsflug: Die Flugstaffel fliegt ab 2030 mit Pilatus PC-21.
Über 50 Jahre setzten die Snowbirds auf heimische Strahlflugzeuge von Canadair. Nach der aktuellen Saison ist damit Schluss. Künftig werden die Pilotinnen und Piloten der kanadischen Kunstflugstaffel mit Flugzeugen von Pilatus begeistern.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Sukhoi Su-57: Erstflug absolviert.
Die neue Variante des russischen Kampfjets soll nicht nur Pilotinnen und Piloten ausbilden, sondern künftig auch Kampfdrohnen koordinieren. Moskau positioniert die Sukhoi Su-57D damit noch stärker als Antwort auf amerikanische Tarnkappenflugzeuge wie die Lockheed Martin F-35.
gerard al fil
Gérard Al-Fil