Flughafen Denver: Bis zu 50 Flugzeuge waren für den Start bereit. Einige brauchten über eine Stunde vom Gate zur Piste.

50 Flugzeuge warten auf den StartRiesiger Flugzeug-Stau am Flughafen Denver

Sechs Pisten sind viel. Aber wenn nur zwei genutzt werden können, hat das erhebliche Auswirkungen auf den Flugbetrieb. Das zeigte sich dieser Tage in Denver.

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Der Flughafen Denver ist mit seinen 135 Quadratkilometern der größte Flughafen der Welt, gemessen an seiner operativen Fläche. Ganze sechs Pisten zählt der Flughafen, welche in einer windmühlenartigen Form angelegt sind. Vier Pisten verlaufen von Norden nach Süden, zwei weitere in einer Ost-West Ausrichtung.

Und: Der Flughafen Denvers verspürt einen regelrechten Boom. Wurden vor der Pandemie noch 69 Millionen Passagiere gezählt, wuchs diese Zahl 2024 zum ersten Mal in der Geschichte des Flughafens auf 82 Millionen, was einem Wachstum von 5,8 Prozent gegenüber 2023 entspricht. Die zwei größten Airlines sind dabei United Airlines und Southwest Airlines. Lufthansa fliegt bald sogar mit einem Airbus A380 in die Hauptstadt Colorados.

Wenn zwei Pisten ausfallen, wird es schwierig

Um die großen Verkehrsmengen zu bewältigen, finden die meisten Flugbewegungen auf den vier parallelen Pisten 34L/R und 35L/R statt. Aufgrund der ausgeprägten Höhe Denvers ist darunter auch eine der längsten Startbahnen der Welt zu finden, welche ganze 16.000 Fuß (4876 Meter) misst. Doch was passiert, wenn diese Pisten nicht verfügbar sind? Das zeigen Aufnahmen vom Mittwochnachmittag (5. Februar) deutlich.

Am Mittwoch wurden am Flughafen Böenspitzen von bis zu 92 Kilometer pro Stunde gemessen, was Starts und Landungen auf den Nord-Süd-ausgerichteten Bahnen unmöglich machte. Deshalb mussten sämtliche Flüge lediglich über die beiden Start- und Landebahnen 25 und 26 abgewickelt werden, wobei die Starts nur auf Piste 25 stattfinden konnten. Dorthin führt nur ein Rollweg, und so warteten zu Spitzenzeiten fast 50 Flugzeuge, was Rollzeiten von bis zu 90 Minuten mit sich zog. Laut Flightradar waren demnach über den ganzen Tag 600 Abflüge verspätet.

Je nach Flugzeugtyp ändern sich die Beschränkungen

Während Gegenwind für Starts und Landungen begünstigend wirkt, ist Seitenwind oder gar Rückenwind weniger von Vorteil. Piloten berechnen deshalb für jeden Start und jede Landung die Windkomponenten des vorherrschenden Windes. Für jedes Flugzeugmuster sind dafür Grenzen definiert, welche nicht überschritten werden dürfen. Für eine Embraer 175 sind es beispielsweise bei einer trockenen Piste eine Seitenwindkomponente von 28 Knoten, für eine Boeing 777 schon ganze 38 Knoten.

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