Virgin-Jet: Bald in einer Allianz?

Virgin kurz vor Allianz-Beitritt

Eigentlich suchte die Fluglinie von Milliardär Richard Branson den Alleingang. Doch plötzlich sagt Virgin Atlantic, man stehe kurz vor einem Allianz-Beitritt.

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Eigentlich sprach Richard Branson anlässlich der Eröffnung der neuen Verbindung nach Mumbai. Doch ganz nebenbei ließ der Milliardär und Virgin-Besitzer eine ziemlich überraschende Neuigkeit fallen. Man stehe sehr kurz davor, einen Vertrag mit einer Allianz abzuschließen, so Branson vor den Medien in der indischen Wirtschaftsmetropole. Angedeutet, dass man mit der Strategie des Alleingangs nicht mehr weitermache, hatte er schon öfter. Doch nun scheint der Deal so gut wie unter Dach und Fach. «Die wirtschaftliche Situation in der Branche lasse einem fast keine andere Wahl», erklärte Branson gemäß der britischen Zeitung The Guardian. Schon in den «nächsten paar Monaten» werde man daher einem großen Luftfahrtbündnis beitreten.

Welches Bündnis es sein wird, gab Branson allerdings noch nicht bekannt. Doch eine der großen Allianzen dürfte wohl ganz bestimmt nicht in Frage kommen. Bei Oneworld ist bereits Virgins Erzfeindin British Airways untergekommen. Dass Branson seine Airline unter das gleiche Dach schickt, wäre angesichts der Feindseligkeiten, die die beiden Fluggesellschaften immer wieder austauschen, ziemlich absurd. Erst kürzlich hatte Branson mit aller Kraft versucht zu verhindern, dass British Airways die ehemalige Lufthansa-Tochter BMI kauft. Die Marktmacht, die dadurch entstünde, sei zu groß.

Nicht zur Erzfeindin

Auf die Frage, ob er eine Allianz in Erwägung ziehen würde, in der er mit Willie Walsh, Chef der International Airlines Group mit British Airways und Iberia zu tun haben würde, antwortete der Milliardär: «Wer? Ich glaube das ist eher unwahrscheinlich.» Das Vergnügen dürften also entweder Skyteam um Air France oder die Star Alliance um Lufthansa haben.

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