Corpus delicti: Der Propeller wurde 18 Kilometer vom Flughafen entfernt gefunden.

AustralienWarum der Propeller der Saab 340 abfiel

Vor einem Monat verlor eine Saab 340 der australischen Regional Express Rex im Flug einen Propeller. Nun ist klar, weshalb es zum ungewöhnlichen Vorfall kam.

Top-Jobs

bwlv

Fluggerätmechaniker (m/w/d)

BWLV-Motorflugschule Hahnweide
Vollzeit
Kirchheim/Teck
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Flugschule
Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Hahnair Logo

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung

Das Teil ist 100 Kilogramm schwer. Auf seinem Sturzflug aus rund 1800 bis 2400 Metern hätte es daher schweren Schaden anrichten können. Doch der Propeller fiel glücklicherweise in ein bewaldetes Stück des Georges River National Park rund 17 Kilometer südwestlich des Flughafens von Sydney.

Inzwischen haben die Experten des Australian Transport Safety Bureau ATSB den Propeller analysiert. Am 17. März war er im Flug von einer Saab 340 der australischen Regionalairline Regional Express Rex abgefallen. Diese war in Albury gestartet und befand sich gerade im Landeanflug auf den Kingsford Smith Airport von Sydney. «Der Propeller ist vom Flugzeug abgefallen», hatten die Piloten gefunkt.

Ermüdung am Flansch

Die Piloten bemerkten schon früh, dass mit dem Propeller etwas nicht stimmte, wie es im jetzt veröffentlichen ersten Zwischenbericht des ATSB zum Zwischenfall heißt. Sie begannen daher, Checklisten durchzuarbeiten. In dieser Zeit bemerkten sie zunehmend Vibrationen vom Propeller. Diese wurden immer stärker. Der Kopilot konnte von seinem Sitz aus sogar beobachten, wie stark der rechte Propeller vibrierte.

Die beiden Piloten entschlossen sich deshalb, den rechten Motor auszuschalten. Doch in dem Moment fiel der Propeller schon ab. Die ATSB-Ermittler fanden nun einen Ermüdungsbruch als Ursache. Er trat am Flansch der Propellerwelle auf und übertrug sich danach auf die Welle selbst.

Leichte Korrosion

Was der Auslöser war, ist noch unklar. An gewissen Stellen entdeckten die Experten jedoch leichte Korrosion. Es ist der erste Zwischenfall dieser Art. Regional Express Rex hat alle Saab 340 gegroundet, bis alle gleichen Bauteile ausgetauscht sind. Den 16 Passagieren an Bord der Unglücks-Saab-340 ist nichts passiert. Die Maschine konnte landen.

Mehr zum Thema

Saab 340 verliert Propeller im Flug

Saab 340 verliert Propeller im Flug

Ein Airbus A320 von Jetstar (hier ein Archivbild eines anderen Exemplars): Solch ein Flieger war am 9. August in den Vorfall verwickelt.

Zwei Beinahe-Kollisionen setzen Flugsicherung in Sydney unter Druck - Chef muss zum Rapport

ticker-singapore-airlines

Australien genehmigt vorläufig engere Zusammenarbeit von Singapore Airlines und All Nippon Airway

Der Airbus A350-1000 ULR mit der Kennung F-WULR ist um 10:43 Ortszeit zum ersten Mal auf australischem Boden gelandet.

Airbus A350-1000 ULR glückt Australien-Debüt

Video

Airbus A350 F Erstflug in Toulouse: Der Frachter war vier Stunden in der Luft.
Vier Stunden, 220 Gigabyte Daten und ein Start ohne elektronische Schutzfunktionen: Der Airbus A350 F ist zum ersten Mal geflogen. Was die Crew testete und was den Frachter besonders macht.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
airbus a350 f erstflug 01
Am Dienstag ist der Airbus-A350-Frachter zum ersten Mal abgehoben. Ende 2027 will der Flugzeugbauer den ersten A350 F aus der Serienproduktion ausliefern. Zwei Kunden kommen für die Premiere infrage.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Timo Nowack
Timo Nowack
Ex-Swissair-Sprecher Urs Peter Naef: «»
Als die Nachricht vom Absturz vor Halifax eintraf, war das Krisenhandbuch der Swissair-Kommunikationsabteilung noch nicht fertig. Medienverantwortlicher Urs Peter Naef musste improvisieren - und zugleich die Angehörigen vor aufdringlichen Medien schützen. Seine wichtigste Lehre aus der Katastrophe: «Steh zu dem, was passiert ist, und zeig Flagge.»
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier