Flieger von Tunisair: Die Airline mietet übergangsweise bis zu zehn Flugzeuge hinzu.

RettungsplanTunisair entlässt 1200 Mitarbeiter

Tunesiens Regierung stimmte einer radikalen Umstrukturierung der kriselnden Tunisair zu. Während die Fluglinie massiv Stellen streicht, soll die Flotte wachsen.

Top-Jobs

sunny cars

Customer Service Expert (m/w/d)

München / Remote
Feste Anstellung
Autovermietung
Sunny Cars
Deutschland
30 - 40 Stunden
Top jobs
IFFD Flugdienste

Piloten/ First Officer (m/w/d)

IFFD GmbH
Graz/Klagenfurt
Feste Anstellung
NCC-Betrieb
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

Flight Operations Officer in Vienna (Austria)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

First Officer Embraer 550 / Legacy 500 (m/f)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs

Als Tunisair im vergangenen Jahr ihr 70-jähriges Bestehen feierte, gab es im Management trotz des Jubiläums kaum Grund zur Freude. Zwar wachsen Passagier- und Umsatzzahlen inzwischen wieder, doch die Airline hat seit dem Arabischen Frühling im Jahr 2011 immer noch mit Verlusten zu kämpfen. Hohe Schulden, eine Überbesetzung an Mitarbeitern sowie eine miserable Pünktlichkeitsquote ließ die tunesische Staatsairline vergangenes Jahr einen Rettungsplan ausarbeiten, dem die Regierung nun zustimmte.

Innerhalb der nächsten drei Jahre wird die Airline etwa 1200 Stellen abbauen, was ungefähr 15 Prozent der derzeitigen Belegschaft entspricht. Bis kommenden September wird Tunisair zudem ihr Netzwerk um ein Zehntel ausdünnen und ab Juni monatlich 200 Flüge streichen, schreibt die Reise-Nachrichtenseite Tourmag. Laut Angaben der Airline soll es sich dabei hauptsächlich um weniger profitable Routen innerhalb Afrikas handeln. Zudem sicherte die Regierung einen Hilfskredit von umgerechnet 50 Millionen US-Dollar zu.

Zwei von drei Fliegern sind zu spät

Tunisair möchte jedoch nicht auf die Notbremse drücken, sondern sich wieder zurück auf ein angemessenes Maß reduzieren. Seit einem Beschluss der tunesischen Regierung darf die Fluggesellschaft keine Dienstleister mehr einstellen und musste seither alle benötigten Arbeiter direkt beschäftigen. «Unsere Lohnkosten sind um 30 Prozent gestiegen, weil wir 1200 neue Mitarbeiter anstellen mussten» erklärte Kommerzchef Ali Miaoui vergangenes Jahr bereits im Interview mit aeroTELEGRAPH.

Dass die Airline in diesem Sommer weniger fliegen wird, soll vor allem bei der katastrophalen Pünktlichkeitsquote Abhilfe schaffen. Im letzten Jahr kam jeder zweite Tunisair-Flieger verspätet am Ziel an, vergangenen April waren sogar rund zwei Drittel der Flüge unpünktlich. Neben Pilotenmangel und schlecht koordinierter Wartung der Flugzeuge soll auch eine überforderte Infrastruktur am Flughafen Tunis-Carthage zu den Verspätungen beigetragen haben.

Langstrecke soll weiter wachsen

Trotz des massiven Stellenabbaus und des abgespeckten Flugplans soll es bei Tunisair aber dennoch wieder in Richtung Wachstum gehen. So hat die Gesellschaft in diesem Jahr bereits fünf zusätzliche Flugzeuge bei Wet-Lease-Anbieter angemietet und plant, weitere fünf weitere Flieger zu chartern. Neben Airbus A320 und Boeing 737 befindet sich mit einem Airbus A330 der litauischen Leasing-Gesellschaft Getjet auch ein Langstreckenjet darunter. Gegenüber aeroTELEGRAPH äußerte Miaoui bereits, dass die Airline zu ihren bisher zwei A330 zwei weitere eigene Exemplare bestellen möchte, um das Langstreckengeschäft weiter auszubauen.

Mehr zum Thema

Der Jubiläumsflieger von Tunisair: Die Boeing 737-600 ...

Tunisair feiert mit Retro-Bemalung

Crew von Tunisair: Es gibt Spannungen in der Belegschaft.

Warum es zum Mini-Grounding bei Tunisair kam

Tunisair seit 50 Jahren in München aktiv

Tunisair seit 50 Jahren in München aktiv

So nah kommt man Giraffen sonst nie wie im  Royal Livingstone

Sambia: Giraffen füttern, raften und baden am Abgrund

Video

Dassault Falcon 10X: Die Franzosen haben am 10. März das Rollout gefeiert.
Die Entwicklung verzögerte sich immer mehr. Nun hat Dassault endlich ihren neuesten Ultralangstrecken-Businessjet erstmals öffentlich präsentiert. Die Falcon 10X soll mit Geräumigkeit, Reichweite und Geschwindigkeit punkten.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Raketenabwehr: Ist im Iran-Krieg zentral geworden.
Raketen, Drohnen und Apaches: Mit Jets, Hubschraubern und Flugabwehrsystemen verteidigen sich die Vereinigten Arabischen Emirate und sorgen so auch dafür, dass Flugzeuge von Emirates, Etihad, Flydubai oder Air Arabia wieder starten können.
gerard al fil
Gérard Al-Fil
Boeing 777 von Emirates in Dubai: Der Betrieb wurde kurzzeitig gestoppt.
Einen großen Teil ihres Streckennetzes will die Golfairline wieder bedienen – auch Ziele wie Frankfurt, München oder Zürich. Doch ein Drohneneinschlag beim Flughafen Dubai International führte zu einem kurzfristigen Stopp aller Flüge von Emirates. Die Folge sind mitunter große Verspätungen.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin