A380 von Airbus: Die Probleme am Superjumbo kosteten den Produzente mehrere Hundert Millionen.

A380: Grounding für Monate

Die Risse in den Tragflächen könnten Fluglinien dazu zwingen, den Superjumbo von Airbus bis zu zwölf Wochen stillzulegen.

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Neuer Ärger um die Risse beim A380. Wie nun bekannt wurde, müssen Airlines mindestens zwei, in einigen Fällen sogar drei Monate auf einen Superjumbo verzichten, wenn er in einem Rutsch repariert werden soll. Betroffene Flieger haben gleich zwei Reparaturen nötig: Die eine ist die kurzfristige Lösung, wenn Risse auftauchen. Etwa sechs Tage dauert diese. Die achtwöchigen Arbeiten fallen an, wenn das Problem langfristig behoben wird, berichtet das Fachmagazin Flightglobal. Neben der Fehlerbehebung an einem Stück haben Fluggesellschaften auch die Möglichkeit einer phasenweisen Reparatur über zwei bis drei Jahre. Das würde bedeuten, dass reguläre gründliche Checks des Fliegers um einige Tage verlängert würden und die kurzen Reparaturen den Flugbetrieb weniger einschränken würde. Laut Flightglobal geht man bei Airbus davon aus, dass sich die meisten Betreiber des Superjumbos für diese Lösung entscheiden.

Der Besitzer der meisten A380 jedoch wählt die Reparatur an einem Stück. Zu den Ausfallzeiten sagt Emirates-Chef Tim Clark der Nachrichtenagentur Bloomberg: «Natürlich macht uns das nicht glücklich, aber wir müssen damit leben.» Da die Golfairline nicht die Kapazitäten hat, die Reparaturen an den 21 Superjumbos in eigenen Werkstätten vorzunehmen, wird Airbus diese in seinen Anlagen vornehmen.

Hohe Kosten für Airbus

Die gesamte Flotte der Airbus-A380-Superjumbos musste in die Inspektion, nachdem an den Flügeln Risse auftauchten. Anfang des Jahres waren die feinen Risse an kleinen L-förmigen Teilchen aufgetaucht, von denen 2000 in jedem A380-Flügel stecken. Immer mehr betroffene Flieger kamen hinzu. Schließlich musste Airbus gemäß Lufttüchtigkeitsanweisung der Europäischen Luftfahrtbehörde Easa die komplette Superjumbo-Flotte überprüfen. Die Reparaturkosten werden mehrere hundert Millionen Euro geschätzt.

Zwar hat Airbus inzwischen eine Lösung gefunden, wie das Problem schon während der Produktion gelöst werden kann. Doch ganze 120 bereits in Produktion stehende Flieger müssen vorher noch repariert werden. Alle Jets, die vor 2014 in den Dienst treten, sind noch vom Problem betroffen.

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