Letzte Aktualisierung: um 20:38 Uhr
Partner von  

Verletzte

Reizgas sorgt für Großeinsatz in Tegel

Am Berliner Flughafen Tegel ist Reizgas ausgetreten. Die Feuerwehr meldet vier Verletzte. Es ist nicht der erste Vorfall dieser Art.

Flughafen Berlin Brandenburg

Flughafen Tegel: Probleme mit Reizgas.

Polizei und Feuerwehr waren am Mittwochvormittag (30. August)  am Berliner Flughafen Tegel im Einsatz. Der Grund: Im Terminal A war in der Nähe einer Kontrollstelle zwischen den Gates 8 und 9 Reizgas ausgetreten, wie die Bundespolizei bei Twitter mitteilte. «Nach ersten Erkenntnissen wurde ein Reizstoff-Sprühgerät entsorgt und entleerte sich», so die Behörde.

Die Berliner Feuerwehr teilte mit, dass ein Notarzt vier Verletzte gezählt habe. Ein Flughafensprecher sagte der Zeitung B.Z., ein Fluggast habe Pfefferspray in den vorgesehenen Spezialbehältern entsorgen wollen, wobei sich vermutlich eine Kartusche gelöst habe und das Gas ausgeströmt sei. Die Verletzten sind demnach vor Ort behandelt worden, zwei mussten danach zum Gesundheitscheck ins Krankenhaus. Der betroffene Bereich im Terminal A wurde ab etwa 10.30 Uhr für circa eine halbe Stunde gesperrt.

Um 11:36 Uhr meldete der Flughafenbetreiber dann, der Einsatz sei beendet. «Flugbetrieb und Abfertigung laufen regulär», so die Flughafen Berlin Brandenburg GmbH.

Erst am Vorabend war es am Flughafen Tegel zu Verspätungen und Annullierungen gekommen, da in der Nähe ein Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg entschärft wurde.

Schon früher Probleme mit Reizgas

Es ist nicht der erste Reizgas-Vorfall in Tegel dieses Jahr. Im März gab es bereits einen ähnlichen Vorfall. «Durch einen unglücklichen Zufall sind am Abend 15 Personen am Flughafen Tegel leicht verletzt worden», schrieb damals die B.Z. «Gegen 18.30 Uhr wurde bei einer Frau am Sicherheitscheck eine größere Kartusche Pfefferspray entdeckt, die sie offenbar versehentlich noch dabei hatte. Als die Frau das Spray zur Entsorgung wegwarf, löste sich in der Tonne der Sicherheitsverschluss. Das reizende Gas trat aus.»

Auch im Jahr 2013 hatte es schon Probleme gegeben. Die Nachrichtenagentur DPA schrieb damals: «Zwei Tage nach dem jüngsten Vorfall sind im Gebäude des Flughafens Berlin-Tegel wieder Reizstoffe ausgetreten. 16 Flughafenmitarbeiter klagten am Donnerstagmorgen im Terminal D über Atemwegsbeschwerden.»



Die Redaktion behält sich das Recht vor, Kommentare zu moderieren und zu kürzen. Kritische Diskussionen sind willkommen. Beschimpfungen oder Kommentare mit rassistischem, sexistischem, themenfremdem, rein politischem, beleidigendem oder rein polemischem Inhalt hingegen werden entfernt. Es besteht kein Recht auf Veröffentlichung. Über die Entscheide der Moderatoren wird keine Korrespondenz geführt.