Touristin in London: Wohl noch länger ein eher seltenes Bild.

Vereinigtes KönigreichQuarantäne bereitet britischen Airlines Kummer

Wer mit dem Flugzug einreist, muss in Großbritannien 14 Tage in Quarantäne. Die Regel trifft Fluggesellschaften hart. Sie fordern Staatshilfe.

Top-Jobs

Goldeck Logo

Kapitän Pilatus PC-12NGX (f/m/d)

Goldeck-Flug Gesellschaft m.b.H.
Vollzeit
Top jobs
Wien / Wiener Neustadt
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation
Sparfell Logo

Captain/First Officer Embraer 550 / Legacy 500 (m/f)

SPARFELL Luftfahrt GmbH
Vollzeit
Vienna
Top jobs
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation

Boris Johnson trat am Sonntagabend vor die Fernsehkameras und richtete sich an seine Landsleute. «Es ist eine Tatsache, dass wir durch die Einführung dieser Maßnahmen verhindert haben, dass dieses Land von einer Katastrophe heimgesucht wird, bei der im schlimmsten Fall eine halbe Million Tote zu beklagen wären», sagte der Premierminister des Vereinigten Königreichs. Und er bereitete die Bürger auf erste Lockerungen vor.

«Um eine erneute Ansteckung aus dem Ausland zu verhindern, weise ich darauf hin, dass es bald an der Zeit sein wird - bei deutlich geringerer Übertragung - Menschen, die auf dem Luftweg in dieses Land kommen, unter Quarantäne zu stellen», sagte der britische Regierungschef in seiner Ansprache unter anderem. Er nannte dazu keine Frist. Doch allgemein wird erwartet, dass es um 14 Tage gehen wird.

Briten können faktisch «auf absehbare Zeit nicht mehr reisen»

Trotzt Erleichterungen auch für die Wirtschaft erntete Johnson nicht nur Lob. Die Quarantäne bereitet Airlines und der gesamten Tourismusindustrie Kummer. Denn die Regel macht Reisen äußerst unattraktiv - gerade jetzt, wo die Branche dringend auf Kunden angewiesen sind. Wer bucht schon einen Urlaub in Spanien oder einen Städtetrip in Rom, wenn er danach 14 Tage in Quarantäne muss?

«Die Reisebranche erlebt bereits eine Kernschmelze, daher ist es nicht übertrieben zu sagen, dass eine 14-tägige Quarantäne verheerende Auswirkungen hätte», sagte Steven Freudmann, Vorsitzender des Institute of Travel and Tourism der Zeitung The Guardian. Die Regierung sage den Briten im Grunde genommen, dass sie «auf absehbare Zeit nicht mehr reisen können», so Tim Alderslade vom Verband Airlines UK.

Regierung will nicht finanziell helfen

Die Fluggesellschaften würden als Folge ihren Flugstopp verlängern, so Alderslade weiter. «Deshalb benötigen sie dringend zusätzliche Unterstützung der Regierung, um diese wachsende Krise zu überwinden». Was er damit meint, führte der Lobbyist der Fluggesellschaften auch aus. Er fordert, dass alle Gebühren der Flugsicherung und Luftfahrtbehörde, aber auch die Ticketabgabe bis auf Weiteres ausgesetzt wird.

Die Regierung anerkennt, dass es eine «schwierige Zeit» für die Airline ist. Sie will aber keine finanzielle Unterstützung leiste - solange es private Finanzierungsmöglichkeiten gibt.

Mehr zum Thema

Flieger von Lufthansa: Langsam geht es wieder aufwärts.

Lufthansa holt 80 geparkte Flugzeuge zurück

Temperaturscanner: Zwei Wochen lang wird es in Heathrow Terminal  2 getestet.

Temperaturscanner sollen Kranke aufspüren

Die Premium Economy heißt offiziell Extra Comfort und unterscheidet sich von der Economy durch einen um 5 Zoll größeren Sitzabstand von 36 Zoll oder 91 Zentimetern. Zudem stehen USB-Anschlüsse und Steckdosen zur Verfügung.

Bleiben Mittelsitze nach dem Neustart frei?

Boeing 787-8 von Tui: Ein Dreamliner musste am 29.Juni unplanmäßig in Stansted landen.

Boeing 787 von Tui Airways macht Hüpfer von London nach London

Video

Boeing AH-64 Apache - in 19 Armeen rund um den Erdball unterwegs
Militärfluggeräte kommen und gehen. Der Apache bleibt. Der Kampfhubschrauber flog vor mehr als 50 Jahren zum ersten Mal und wird wohl noch bis 2060 im Dienst der US Army und weiterer Armeen bleiben. Dies liegt nicht nur an seiner Panzerung und seiner Wendigkeit.
gerard al fil
Gérard Al-Fil
leav damakus syrien wassersalut
Mit Leav fliegt wieder eine deutsche Fluglinie nach Syrien und baut ihr Angebot direkt aus. Sundair soll bald folgen. Auch Eurowings zeigte in der Vergangenheit Interesse - will aktuell aber noch nicht wieder das Land ansteuern.
Timo Nowack
Timo Nowack
Canadair CL-415 beim Wasser tanken: Das Flugzeug ist Teil des EU-Katastrophenschutzes.
Während in Frankreich, Spanien und Italien Zehntausende vor den Flammen fliehen, mobilisiert die EU ihre Löschflugzeugflotte Resc EU. Doch die Maschinen sind im Schnitt über 30 Jahre alt. Ersatz ist bereits bestellt, kommt aber erst 2028.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies