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Qatar will Erstkunde der B777X sein

Die Fluglinie aus dem Emirat möchte als Erste den neuen Boeing-Langstreckenflieger erhalten. Doch auch Airbus macht sie weiter schöne Augen.

Altair78/Wikimedia/CC

B777 von Qatar: Die Airline mag den Flieger

Auch wenn der Dreamliner Qatar Airways bisher ganz schön zu schaffen machte – nachtragend ist Unternehmenschef Akbar Al Baker wohl nicht. Die Fluggesellschaft aus Katar steht sogar klar so hinter Boeing, dass sie nun bekannt gab, der offizielle Erstkunde für die Boeing B777X sein zu wollen. Bisher war man in der Branche eher davon ausgegangen, dass Konkurrent Emirates die Ehre haben wird. Die Fluglinie aus Dubai ist bisher die größte Kundin von Fliegern der B777-Familie. Emirates-Chef Tim Clark war außerdem einer derjenigen, die am meisten Druck auf Boeing ausübten, damit der Flugzeugbauer mit dem Verkauf des neuen Jets beginnt.

«Wir sind sehr begeistert von der B777-8 und der B777-9X», so Qatar-Lenker Akbar Al Baker. «Wir haben Präsentationen von Boeing zum Thema.» Er hoffe, dass man zumindest einer der ersten Kunden sei. «Aber natürlich hoffen wir definitiv, dass wir der offizielle Erstkunde werden», so der Manager gemäß der Nachrichtenagentur Reuters weiter.

Viel Spekulation

Wie genau der Flieger aussehen soll, ist zu einem großen Teil noch Spekulation. In der Branche munkelt man unter anderem darüber, dass die 777X überlange und sehr breite Tragflächen haben könnte, die er bei schmaleren Rollwegen und Standplätzen einfach einklappen könnte. Bestätigt ist noch nichts. Doch bei Qatar würde man sich darüber freuen, heißt es.

Die B777X soll fast so viele Passagiere wie die B747-8 oder wie der Airbus A340 transportieren, hat aber nur zwei Triebwerke. Das bedeutet ein deutliches Minus beim Gewicht. Der A340 konnte sich gegen die Konkurrentin nicht halten, die Produktion des vierstrahligen Langstreckenjets von Airbus wurde mittlerweile eingestellt. Nun versucht es Airbus mit dem A350.

Auch mit Airbus im Gespräch

Auch mit Airbus ist Qatar im Moment im Gespräch – allerdings über den A330. Für eine Zeit von 24 Monaten habe man Airbus um Angebote für A330-Jets gebeten. «Damit wollen wir die Lücken füllen, die durch das Dreamliner-Grounding entstanden», so Al Baker. Das hingegen nimmt der Airline-Chef inzwischen recht gelassen. Solche Probleme seien normal und es habe sie auch bei der Boeing B777 damals gegeben. «Nur konnte damals nicht jeder sofort darüber twittern», so Al Baker weiter. Er sei aber sicher, dass Boeing und die Behörden das Problem nun im Griff hätten und der Dreamliner ein zuverlässiger Flieger sei.



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