Dreamliner von Qatar Airways: Die Airline schaut nach Südamerika.

Neue BeteiligungQatar Airways steigt bei Latam ein

Die Golfairline aus Katar baut ihr Beteiligungsnetz weiter aus. Nun kauft sich Qatar Airways bei Latam ein und sichert sich so Zugang zum südamerikanischen Markt.

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Normalerweise sind es Meldungen zu Bestellungen, die in Farnborough für Schlagzeilen sorgen. Qatar Airways überraschte nun mit einer anderen Art von Nachricht. Wie Chef Akbar Al Baker am Dienstag (12. Juli) bei der weltgrößten Luftfahrtmesse bekannt gab, steigt seine Fluggesellschaft bei der brasilianisch-chilenischen Latam ein.

Man habe eine Erklärung unterzeichnet, laut der Qatar bis zu zehn Prozent der Aktien von Latam akquirieren könne, so Al Baker. Möglich werden soll das durch eine Kapitalerhöhung von 613 Millionen Dollar, die bei einer außerordentlichen Generalversammlung spätestens am 2. September durchgewunken werden soll. Die Transaktion soll im vierten Quartal dieses Jahres abgeschlossen werden. Latam ist das Fusionsprodukt aus der Vereinigung der brasilianischen TAM mit der chilenischen LAN und die größte Airline-Gruppe in Südamerika.

Qatar in Südamerika schwach

«Dieses Investment bietet unseren Kunden hervorragende neue Möglichkeiten, wie auch unser Investment in IAG», so Al Baker. In die International Consolidated Airlines Group ist Qatar seit einiger Zeit investiert. Im Mai gab die Golfairline bekannt, die Beteiligung zuerst auf 12 und dann auf rund 15 Prozent zu erhöhen. Zu IAG gehören British Airways, Iberia, Aer Lingus und Vueling. IAG hilft Qatar in Nordamerika.

Latam soll nun das gleiche in Südamerika tun. Dort ist die Golfairline noch schwach. Sie fliegt bislang nur São Paulo und Buenos Aires an.

Auch Kooperationen möglich

Latam erhofft sich von der Beteiligung neben einer Stärkung der Finanzen ein verbessertes Netzwerk im Nahen Osten und in Asien, «und andere Arten der Kooperation», so Latam-Chef Enrique Cueto. Brasilien hat kürzlich die Regeln für ausländische Beteiligungen an Fluggesellschaften aufgehoben. Neu dürfen bis zu 100 Prozent der Aktien in ausländischen Händen liegen.

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