Qatar-Chef Al Baker: «Es gibt juristische Mittel.»

ÜberflugverboteQatar-Airways-Chef nimmt Uno in die Pflicht

Der Boykott der Nachbarstaaten macht Qatar Airways schwer zu schaffen. Deren Chef sucht nun Hilfe bei der internationalen Luftfahrtorganisation Icao.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Trainer Aircraft Chief Engineer

Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Flugzeugwerke AG
Schweiz
Vollzeit
Top jobs
k5 logo

Captain A320 (m/w/d)

K5-Aviation GmbH
München, Hamburg, Stuttgart
Feste Anstellung
Business Aviation
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
logo-gi-group

Teamleiter (gn) am Flughafen Hamburg

Hamburg
Feste Anstellung
Gi Group Recruiting
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Hahnair Logo

Deputy Continuing Airworthiness Manager (all genders)

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs

Das internationale Drehkreuz Doha droht abgehängt zu werden. Das Überflugsverbot und das Verbot für Flüge nach Katar der Nachbarländer wirkt sich stark auf die Buchungen aus. Die Netto-Buchungen nach und ab Katar zu internationalen Zielen haben sich laut der Verkaufsplattform Travelport in den negativen Bereich gedreht und betragen minus 23.000. Das heißt: Die Stornierungen übertreffen die neuen Buchungen deutlich.

Am härtesten bekommt das Qatar Airways zu spüren. Der Fluggesellschaft verbleiben vor allem noch internationale Routen aus dem Land, einige Flüge verlängern sich durch das Verbot um Stunden. Chef Akbar Al Baker ruft daher nun die Uno-Luftfahrtorganisation Icao auf, einzugreifen.

«Juristische Wege»

«Es gibt juristische Wege, dagegen vorzugehen», so Al Baker zum Nachrichtensender CNN. Die Icao solle sich stark dafür einsetzen, diese «illegalen» Vorgehensweise der Nachbarländer zu beenden. Er beruft sich dabei auf die 1944 unterzeichnete Chicagoer Konvention, die Überflüge der Unterzeichnerstaaten garantiert. Die Vereinigten Arabischen Emirate und Bahrain haben den Vertrag unterzeichnet, Saudi-Arabien nicht.

Zugleich kritisierte Al Baker auch, dass die Qatar-Büros von Saudi-Arabien geschlossen wurden. «Airline-Büros sind keine politischen Einrichtungen», so Al Baker. «Wir wurden wie eine kriminelle Organisation behandelt und konnten unseren Passagieren keine Entschädigungen zahlen», beschwert er sich weiter.

Alle Verbindungen ausgesetzt

Ägypten, Bahrain, Saudi-Arabien und  die Vereinigten Arabischen Emirate hatten am Montag (5. Juni) ihre diplomatischen Beziehungen zu Katar abgebrochen. Die Luftfahrt ist davon sehr direkt betroffen: Der Luftraum der fünf Länder ist für katarische Flieger gesperrt. Alle Verbindungen zwischen den Ländern sind ausgesetzt.

Mehr zum Thema

Airbus A350 von Qatar Airways: Die Fluglinie muss umdisponieren.

Nachbarn haben Qatar Airways isoliert

Unterwegs mit Qatar Airways.

Qatar Airways' Krise in drei Karten

Haddsch Terminal des King Abdul Aziz International Airport in Jeddah.

Wie Qatar Airways Passagiere aus Saudi-Arabien zurückholt

Teddybär am Flughafen Doha: Aktuell eingezäunt.

Flughafen Doha sperrt sein Wahrzeichen

Video

Der Airbus A321 Neo von Lufthansa bei der Evakuierung: Starker Geruch nach Kerosin.
Kurz nach dem Start Richtung München musste ein Airbus A321 Neo der deutschen Fluglinie umkehren. Nach der sicheren Landung in Athen wurde der Jet von Lufthansa evakuiert. Drei Menschen wurden leicht verletzt.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
Evakuierung des AIrbus A321 Neo von Frontier Airlines: Viele nehmen ihr Gepäck mit.
Nach dem tödlichen Zwischenfall auf der Startbahn in Denver geriet auch die Evakuierung des Airbus A321 Neo in den Fokus. Erneut haben zahlreiche Passagiere trotz Rauchentwicklung ihr Handgepäck mitgenommen. Nun ermitteln die Behörden.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
copa airlines muttertag
Wo können Mutter und Kind den Muttertag am besten verbringen? Im Cockpit, war die Antwort der Familie Freitas bei Copa Airlines.
Timo Nowack
Timo Nowack