Qatar-Chef Al Baker: «Es gibt juristische Mittel.»

ÜberflugverboteQatar-Airways-Chef nimmt Uno in die Pflicht

Der Boykott der Nachbarstaaten macht Qatar Airways schwer zu schaffen. Deren Chef sucht nun Hilfe bei der internationalen Luftfahrtorganisation Icao.

Top-Jobs

Weeze

Verkehrsleiter vom Dienst (w/m/x)

Flughafen Niederrhein GmbH
Weeze
Feste Anstellung
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
DERTOUR Logo

Virtuelle Reisebetreuung (m/w/d)

Reiseveranstalter
DERTOUR Destination Services AG
Home Office
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

CAMO Engineer f/m/d (full time) in Vienna (Austria)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
DERTOUR Logo

Reiseleiter (m/w/d)

Reiseveranstalter
DERTOUR Destination Services AG
Griechenland
Spanien
Portugal
Top jobs

Das internationale Drehkreuz Doha droht abgehängt zu werden. Das Überflugsverbot und das Verbot für Flüge nach Katar der Nachbarländer wirkt sich stark auf die Buchungen aus. Die Netto-Buchungen nach und ab Katar zu internationalen Zielen haben sich laut der Verkaufsplattform Travelport in den negativen Bereich gedreht und betragen minus 23.000. Das heißt: Die Stornierungen übertreffen die neuen Buchungen deutlich.

Am härtesten bekommt das Qatar Airways zu spüren. Der Fluggesellschaft verbleiben vor allem noch internationale Routen aus dem Land, einige Flüge verlängern sich durch das Verbot um Stunden. Chef Akbar Al Baker ruft daher nun die Uno-Luftfahrtorganisation Icao auf, einzugreifen.

«Juristische Wege»

«Es gibt juristische Wege, dagegen vorzugehen», so Al Baker zum Nachrichtensender CNN. Die Icao solle sich stark dafür einsetzen, diese «illegalen» Vorgehensweise der Nachbarländer zu beenden. Er beruft sich dabei auf die 1944 unterzeichnete Chicagoer Konvention, die Überflüge der Unterzeichnerstaaten garantiert. Die Vereinigten Arabischen Emirate und Bahrain haben den Vertrag unterzeichnet, Saudi-Arabien nicht.

Zugleich kritisierte Al Baker auch, dass die Qatar-Büros von Saudi-Arabien geschlossen wurden. «Airline-Büros sind keine politischen Einrichtungen», so Al Baker. «Wir wurden wie eine kriminelle Organisation behandelt und konnten unseren Passagieren keine Entschädigungen zahlen», beschwert er sich weiter.

Alle Verbindungen ausgesetzt

Ägypten, Bahrain, Saudi-Arabien und  die Vereinigten Arabischen Emirate hatten am Montag (5. Juni) ihre diplomatischen Beziehungen zu Katar abgebrochen. Die Luftfahrt ist davon sehr direkt betroffen: Der Luftraum der fünf Länder ist für katarische Flieger gesperrt. Alle Verbindungen zwischen den Ländern sind ausgesetzt.

Mehr zum Thema

Airbus A350 von Qatar Airways: Die Fluglinie muss umdisponieren.

Nachbarn haben Qatar Airways isoliert

Unterwegs mit Qatar Airways.

Qatar Airways' Krise in drei Karten

Haddsch Terminal des King Abdul Aziz International Airport in Jeddah.

Wie Qatar Airways Passagiere aus Saudi-Arabien zurückholt

ticker-katar

Nach israelischem Angriff: Neue Meldepflicht für Charterflüge in Katar

Video

Erster Being 737-800 Kombifrachter: Air Inuit hat das Flugzeug am 13. Januar in den Liniendienst aufgenommen.
Fast fünfzig Jahre prägten röhrende 737-200 C den Alltag im Norden Québecs. Jetzt hebt erstmals eine Boeing 737-800 Kombi für Air Inuit ab – mit 90 Sitzen, Palettenfracht und als Weltpremiere.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Das Doomsday Plane bei der Landung in Los Angeles. Rarer Vogel.
In Los Angeles tauchte erstmals seit Langem wieder eine Boeing E-4B öffentlich auf. Während der Ersatz für die Weltuntergangsflugzeuge der USA bereits entsteht, absolvierte der alternde fliegende Kommandoposten einen ungewöhnlichen Rundflug über das Land.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
alaska airlines
Die amerikanische Fluggesellschaft ist Boeing-Kundin durch und durch. Das zeigte sie bisher auch auf jedem ihrer Flugzeuge - mit der Aufschrift Proudly All Boeing. Nun hat Alaska Airlines ihren Slogan angepasst.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies