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Beteiligung in Indien

Qatar Airways will bei Indigo einsteigen

Die Golfairline zeigt schon länger Interesse an Indien. Doch statt wie bislang an Spicejet will sich Qatar Airways nun an Indigo beteiligen.

Indigo

Flugbegleiterin von Indigo: Die indische Airlines ist Marktführerin.

Vor zwei Jahren öffnete Indien seinen Luftfahrtmarkt. Seit 2013 dürfen ausländische Investoren bis zu 49 Prozent einer indischen Fluggesellschaft übernehmen. Das fand man auch in Katar interessant. Seit Bekanntgabe der Liberalisierung verhandelte Qatar Airways mit Spicejet. Die Golfairline wollte rund ein Viertel der Fluggesellschaft kaufen.

Doch inzwischen wurden die Verhandlungen mit Spicejet offenbar beendet. Dafür spricht Qatar Airways mit der Marktführerin Indigo. Die Gespräche über eine Beteiligung wurden von der Golfairline offiziell bestätigt.

Indigo braucht Geld

Der indische Markt birgt viel Potenzial. Auf dem Subkontinent wäscht eine immer stärker werdende Mittelschicht heran, die sich Reisen mit dem Flugzeug leisten kann. Doch die Preise stehen unter Druck und die Gebühren sind vielerorts sehr hoch. Indigo ist  eine der einzigen Anbieterinnen, die Gewinn macht. Doch die Tendenz zeigt nach unten, weil immer wieder neue Konkurrenten auf den Markt drängen.

Die Fluggesellschaft bleibt dennoch unbeirrt und will weiter expandieren. Doch dafür braucht Indigo Geld. Eben erst ließ die Fluglinie eine Absichtserklärung zum Kauf von 250 Airbus Airbus A320 verfallen. Die Konditionen müssen nun neu verhandelt werden. Um das Geschäft und das allgemeine Wachstum finanzieren zu können, will Indigo sich nun an der Börse notieren lassen. Der Einstieg von Qatar Airways wäre ein weiterer wichtiger Schritt zur Kapitalbeschaffung.

Etihad ist einen Schritt weiter

Die Golfairlines sind in Indien traditionell gut vertreten – vor allem auch wegen der Millionen von indischen Gastarbeitern, die in den Emiraten am Golf arbeiten. Etihad hat sich bereits vor einiger Zeit an Jet Airways beteiligt.



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