B777 von Qatar: Attraktives Mitglied.

Qatar will nicht zu Oneworld

Letzte Woche verdichteten sich Gerüchte, dass die Airline bald zur Allianz von British Airways stößt. Doch bei Qatar will man davon nichts wissen.

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Eine «signifikante Veränderung bei den Mitgliedern» will das Airlinebündnis Oneworld am 8. Oktober bekannt geben. Seine Chef Bruce Ashby, Tom Horton von American Airlines und Willie Walsh von der British/Iberia-Mutter International Airlines Group laden gemäß dem Fachmagazin Flightglobal zu der Veranstaltung in New York ein. Auch wenn keine Details zum Anlass bekannt sind - in der Branche ging man fast sicher davon aus, dass die Allianz Qatar als neues Mitglied ankündigen wird. Von den führenden Golf-Anbietern wäre Qatar damit der erste, der sich einem Bündnis anschließt. Dass die Fluglinie einen Beitritt plant, munkelt man bereits länger.

Für Oneworld wäre das ein großer Wurf. Walsh selbst hatte bereits im Frühjahr in einem Interview mit der Nachrichtenagentur Bloomberg erklärt, dass Qatar angesichts des starken Wachstums unter Chef Akbar Al Baker ein hervorragender Kandidat für einen Beitritt zur Allianz wäre. Die Zeit sei jetzt reif dafür, dass Anbieter aus dem Nahen Osten sich zu den Bündnissen gesellten. «Sie spielen eine Schlüsselrolle in der Branche, wir haben bei Oneworld bereits darüber geredet», so Walsh. Doch Qatar erteilt der Allianz wohl eine Abfuhr. Auf Nachfrage der Nachrichtenagentur Reuters erklärte Qatar-Chef Al Baker: «Nein, wir haben keine solchen Pläne. Das sind alles nur Gerüchte.»

Schon andere Gerüchte

Zuvor hatte es bereits Gerüchte gegeben, dass British Airways und Qatar sich zu einer ähnlichen Partnerschaft entschließen, wie sie zuvor Dubais Emirates und die australische Qantas eingingen. Die Australier hatten zuvor eine langjährige Partnerschaft mit den Briten zu Gunsten der neuen Beziehungen in den Nahen Osten aufgegeben. Doch Qatar-Chef Al Baker widersprach auch diesen Spekulationen.

Für die beiden anderen Allianzen Skyteam und Star Alliance dürfte es eine Erleichterung sein, dass Qatars Beitritt offenbar nicht auf der Agenda steht. Der Druck auf die Airlines hätte sich massiv erhöht. Sie müssten in der Region ebenfalls einen starken Partner mit einem strategisch wichtigen Drehkreuz suchen. Doch die anderen Großen verfolgen ihre eigenen Strategien. Bei Emirates glaubt man nicht an Bündnisse. Ein Beitritt würde das eigene Unternehmen nur schwächen, vermutet Chef Tim Clark. Etihad formt sich durch zahlreiche Beteiligungen und Code-Share-Abkommen sein eigenes kleines Netz. Die Airline ist unter anderem an der deutschen Air Berlin beteiligt.

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