A330 von Qantas: Keine Sichtchecks mehr bei Ingenieuren.

Qantas reduziert Sicherheitschecks

Die australische Fluggesellschaft hat finanzielle Probleme. Sie spart nun ausgerechnet bei der Wartung.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Lizenzierter Luftfahrzeugmechaniker (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Luftfahrzeugmechaniker Flugbetrieb (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Teamleiter Montage & Support (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Leiter Zerspanung Kleinteile / Stv. Abteilungsleiter (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller

Man habe einfach eine modernere Herangehensweise bei der Wartung, heißt es bei Qantas. «Autos werden heute auch nicht mehr repariert wie vor zwanzig Jahren, bei Flugzeugen gilt das gleiche», erklärt Inlandschefin Lyell Strambi gegenüber der Nachrichtenagentur Bloomberg. Daher hat die australische Fluggesellschaft beschlossen, die Sicht-Inspektionen, die Ingenieure vor dem Abflug durchführen, abzuschaffen. Stattdessen verlässt sie sich nun nur noch auf die Sicht-Checks der Piloten. Die Ingenieure wurden daher aufgefordert, diese Checks an Boeing B737-800 und Airbus A330 in Zukunft zu unterlassen.

Doch darauf hören wollen sie nicht. Die Gewerkschaft der Luftfahrttechniker in Australien hat ihre Mitglieder aufgefordert, die Anweisungen der Airline zu ignorieren. Die Checks, die Qantas nun abschaffte, seien entscheidend für die Sicherheit der Passagiere. Sie nicht mehr durchzuführen, sei verantwortungslos. «Die Ingenieure sollen die Flieger nicht mehr kontrollieren, damit Qantas sieben Cent pro Sitz sparen kann», so Gewerkschafts-Vertreter Steve Purvinas gemäß dem australischen ABC News.

Warnungen ignoriert

Die Warnungen der Ingenieure habe Qantas bei den Überlegungen völlig ignoriert. Man habe zwar den größten Respekt vor Piloten. «Aber sie sollten nicht unseren Job übernehmen müssen.» Es sei erschreckend, dass das Management einfach so Gewinn vor Sicherheit stellen könne. Dort weist man die Vorwürfe von sich. Zum einen habe die Luftfahrt-Sicherheitsbehörde von Australien den Schritt schon abgesegnet. Außerdem seien die neuen Vorgehensweisen absolut mit dem vereinbar, was die Hersteller empfehlen.

So ist der neuste Streit auch ein Arbeitskampf. Qantas hat erst kürzlich eine deutliche Gewinnwarnung ausgegeben. Um 90 Prozent sollen die Profite fallen, kündigte die Airline an. Daher stehen nun harte Einschnitte an, Mitarbeiter haben Angst vor Kündigungen. Schon vor einem Monat hatte Qantas 500 Mitarbeitende aus Technik und Wartung entlassen, durch die neue Maßnahme werden laut Sky News Australia 30 Stellen überflüssig.

Video

Airbus A380 von Lufthansa: Die D-AIMH wird noch bis Anfang Juni in. Dresden umgebaut.
Noch hängen Kabel aus der Kabine und manche Fußablagen fehlen. Doch der Umbau der Airbus A380 von Lufthansa bei EFW in Dresden zeigt bereits, wie die modernisierte Business Class aussehen wird. Der Zeitplan ist straff – und die Logistik kompliziert.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Der Moment vor dem Absturz: Die Cessna kollidiert mit dem Gleitschirm.
Eine Paragliderin überlebt mit Glück den Zusammenstoß mit einer Cessna. Der Unfall wirft Fragen auf: Wer muss wem ausweichen? Und warum sehen sich Motorpiloten und Gleitschirmpiloten im selben Luftraum oft erst im letzten Moment?
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Ramy RC vor seinem Lufthansa-Airbus-A380: Ganz schön groß.
Ein Airbus A380 als Modellflugzeug klingt spektakulär – doch das von Ramy RC sprengt selbst in der Modellbauwelt die Dimensionen. Der Nachbau des Lufthansa-Superjumbos mit Speziallackierung ist fast neun Meter lang und kann tatsächlich fliegen.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin