Purser Park Chang-jin: «Totale Erniederigung.»

Korean Airlines' Nuss-SkandalPurser musste niederknien

Der Nuss-Skandal wird zur richtigen Affäre. Erstmals sprach nun der Purser von Korean Air, den die Tochter des Konzernchefs wegen eines Fehlers aus dem Jet warf.

Top-Jobs

Goldeck Logo

Kapitän Pilatus PC-12NGX (f/m/d)

Goldeck-Flug Gesellschaft m.b.H.
Vollzeit
Top jobs
Wien / Wiener Neustadt
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation
Sparfell Logo

Captain/First Officer Embraer 550 / Legacy 500 (m/f)

SPARFELL Luftfahrt GmbH
Vollzeit
Vienna
Top jobs
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation

Seit Tagen steht Korean Air in den Schlagzeilen. Der «Nuss-Skandal» machte die Fluggesellschaft weltweit berühmt - auch wenn nicht so, wie sie sich das selber wünscht. Und im Inland nahm der Vorfall mit den falsch servierten Macadamia-Nüssen längst eine politische Dimension an.

Begonnen hatte das Ganze am Flughafen New York JFK als die Tochter des Korean-Air-Chefs Cho Yang-ho in der First Class eines Airbus A380 mit Ziel Seoul saß. Ein Flugbegleiter servierte der 40-jährigen Cho Hyun-ah Macadamia-Nüsse in der Packung, statt wie üblich auf einem Teller. Das erzürnte sie derart, dass sie den Flieger zurück ans Gate fahren und den Purser als Chef des fehlbaren Flugbegleiters aussetzen ließ.

Tochter muss vor dem Ministerium aussagen

Nun sprach erstmals der Purser über den Vorfall. «Sie können sich die Erniedrigung nicht vorstellen, wenn Sie das nicht selber erlebt haben» erklärte im koreanischen Fernsehen KBS. Er habe sich nicht gewagt Cho Hyun-ah zu widersprechen, da sie ja die Tochter des Eigentümers sei. Die Frau habe ihn angeschrien, beschimpft, ihn mit einem Dokumentenordner geschlagen und ihn zum Niederknien gezwungen. Das ist eine veraltete Art, um in Korea Reue zu zeigen.

Inzwischen muss indes auch Cho Hyun-ah Erniedrigung erleben. Die Frau musste alle ihre Ämter bei Korean Air abgeben. Zudem musste sie am Freitag vor einem Ausschuss des Transportministeriums aussagen. Denn in Korea ist es strafbar, eine Situation herbeizuführen, welche die Sicherheit gefährden könnte. Auch öffentlich entschuldigen musste sie sich schon.

«Ich habe sie nicht richtig erzogen»

Damit nicht genug. Auch ihr Vater trat öffentlich auf. Er entschuldigte sich für das Verhalten seiner Tochter. «Es ist alles mein Fehler», so Cho Yang-ho. «Ich habe sie nicht richtig erzogen.» Auch von allen Ämtern bei anderen Firmen des Familienkonglomerats entband er seine Tochter. Doch längst ist die Wut der Koreaner gegen die Familienkonzerne noch größer geworden, welche die Wirtschaft des Landes beherrschen.

Mehr zum Thema

ticker-korean-air-neu

Korean Air tritt Initiative gegen illegalen Wildtierhandel bei

ticker-korean-air-neu

Korean Air und Delta weiten automatischen Gepäcktransfer in den USA aus

ticker-asiana

Vielflieger von Asiana Airlines genießen bis Ende 2026 Vorteile bei Star Alliance

ticker-korean-air-neu

Korean Air ermöglicht Vorbestellung von Mahlzeiten in der First Class nun auch bei Abflügen im Ausland

Video

airbus a321 neo jetsmart sprayer
Sprayer haben am Flughafen Santiago de Chile einen Airbus A321 Neo besprüht, der noch nicht mal ein Jahr alt ist. Es handelt sich um einen von drei Jets im Besitz von Jetsmart, die Wizz-Air-Farben tragen.
Timo Nowack
Timo Nowack
Boeing AH-64 Apache - in 19 Armeen rund um den Erdball unterwegs
Militärfluggeräte kommen und gehen. Der Apache bleibt. Der Kampfhubschrauber flog vor mehr als 50 Jahren zum ersten Mal und wird wohl noch bis 2060 im Dienst der US Army und weiterer Armeen bleiben. Dies liegt nicht nur an seiner Panzerung und seiner Wendigkeit.
gerard al fil
Gérard Al-Fil
leav damakus syrien wassersalut
Mit Leav fliegt wieder eine deutsche Fluglinie nach Syrien und baut ihr Angebot direkt aus. Sundair soll bald folgen. Auch Eurowings zeigte in der Vergangenheit Interesse - will aktuell aber noch nicht wieder das Land ansteuern.
Timo Nowack
Timo Nowack