TAP im Einkaufskorb: Zwei wollen zugreifen.

Privatisierung von TAPAvianca und Azul bessern Offerte auf

Die Bieter für die portugiesische Nationalairline haben ihre Angebote aufgebessert. Bis Ende Juni will die Regierung bestimmen, ob Azul oder Avianca TAP bekommt.

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Lissabon drückt auf die Tube. Die Regierung wolle die Privatisierung von TAP «so schnell wie möglich» abschließen, erklärte Staatssekretär Sérgio Monteiro am Samstag vor der Presse. Wenn auch die Staatsholding Parpublica schnell mache, könne es vielleicht schon beim nächsten Ministertreffen am 11. Juni soweit sein. Spätestens Ende des Monats sei die Transaktion aber sicher abgeschlossen.

Ursprünglich hatten sich drei Investoren für TAP interessiert. In einem ersten Schritt lehnte die Regierung das Angebot des Unternehmers Miguel Pais do Amaral aber als zu wenig solide ab. Im Rennen verbleiben daher nur noch die beiden brasilianischen Fluglinien Avianca und Azul. Sie mussten ihre Offerten ebenfalls überarbeiten. Letzten Freitag wurden die aufgebesserten Unterlagen bei der portugiesischen Regierung  eingereicht.

Auch die Mitarbeiter bekommen TAP-Aktien

In seinem ersten Angebot bot Azul-Eigner David Neeleman 20 Millionen Euro für die ganze TAP. Hinzu kamen 300 bis 350 Millionen als Investitionen in die portugiesische Nationalairline. Damit sollten unter anderem 52 neue Flugzeuge gekauft werden. Avianca-Eigner Germán Efromovich war bereit, 35 Millionen zu zahlen und nochmals 300 Millionen zu investieren, darunter in 50 neue Flieger. Er erklärte am Freitag man habe die Offerte finanziell und strategisch aufgebessert. Neeleman soll vor allem die strategischen Punkte verbessert haben.

Der Sieger des Verfahrens erhält 61 Prozent der Aktien von TAP. Er muss sich verpflichten, das Drehkreuz Lissabon zu erhalten und die Verbindungen ins Ausland und auch im Inland zu pflegen. Nur nach geflossenen Investitionen darf er in einem zweiten Schritt die restlichen 34 Prozent der TAP-Aktien übernehmen. 5 Prozent des Kapitals sind für das Personal reserviert.

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