Die Farben von Pragusa.One: Langfristig will die Airline auf den Airbus A350 bauen.

Pragusa OneNeue Airline will ausschließlich Premium Economy bieten

Amerika, Asien, Afrika – Pragusa One will von Prag und Dubrovnik aus Langstreckenflüge anbieten. Bei der Wahl ihrer Kabine trifft die neue Airline eine besondere Wahl.

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In diesen Zeiten eine neue Fluggesellschaft zu gründen, die ausschließlich auf internationale Flüge setzt, mag nach einem verfrühten Aprilscherz klingen. Kresimir Budinski macht aber genau das. Er arbeitet an einer neuen Airline, die sich Pragusa One nennt.

Die neue Fluglinie startet mit einem Konzept abseits der Norm. Anstatt wie viele andere einfach weitere Kapazitäten auf Märkte mit hoher Nachfrage zu werfen, geht sie einen ganz anderen Weg. Pragusa One soll Langstreckenflüge ab Prag und Dubrovnik anbieten - wo es bisher kaum ein Angebot gibt.

Was heißt denn Pragusa?

Bisher war Dubrovnik nur saisonal durch American Airlines mit Philadelphia verbunden. Auch in Prag sind Langstreckenrouten eher Mangelware, seit Nationalairline CSA ihre einzige Fernverbindung einstellen musste. Pragusa One nennt gleich acht interkontinentale Ziele, die sie ab Juni 2021 von den beiden osteuropäischen Städten aus bedienen will.

Unter anderem will Pragusa One direkte Verbindungen nach Los Angeles und Newark anbieten. Könnte daher auch der Name kommen, Prag USA? Nein, sagt Gründer Budinski. Er ist ein Wortspiel der Städtenamen Prag und Ragusa, dem historischen Namen von Dubrovnik.

Nur Premium Economy Class

Neben den beiden Metropolen in den USA hat die Airline auch Ziele in Asien und Südafrika im Visier. Johannesburg, Tokio, Kuala Lumpur, Singapur, Peking und Chengdu sollen ein- bis zwei Mal die Woche direkt mit Prag und Dubrovnik verbunden werden.

Dabei möchte die Airline eine ganz bestimmte Zielgruppe ansprechen. Pragusa One ist keine Airline für Rucksacktouristen. Mit einer reinen Premium Economy Class zielt das Unternehmen auf die Mittel- und die gehobene Mittelschicht ab.

Vier Flugzeuge in der Flotte

Um wie geplant im Juni den Betrieb aufnehmen zu können, will Pragusa One im April ihr Luftverkehrsbetreiberzeugnis (Englisch: Air Operator Certificate oder AOC) beantragen und least dafür vier Flugzeuge. Jeweils zwei Airbus A350-900 und A330-300 sollen zum Einsatz kommen. Beide Basen sollen je einen A350 und einen A330 erhalten.

Die A350-900 soll Los Angeles, Tokio, Singapur und Johannesburg anfliegen. Ziele wie Newark, Peking, Chengdu und Kuala Lumpur werden mit den A330 bedient. Bis 2024 will Pragusa One dann ihre eigenen Flugzeuge besitzen. Das Portal Simply Flying berichtete, dass die Flotte bis dahin aus vier Airbus A350 bestehen soll.

Touristen aus China und den USA

Vor dem Start der Airline hat das Start-up intensive Marktforschung betrieben. Laut  Pragusa Onebesuchten im Jahr 2018 rund 2,1 Millionen Chinesen und 4,1 Millionen Amerikaner die osteuropäischen Länder. Die Anzahl der Besucher wuchs in der Vergangenheit um rund 10 Prozent pro Jahr. Vor allem Kroatien profitiert von einem Reiseboom aus asiatischen Ländern.

Neben normalen Hin- und Rückflügen will die Airline deshalb auch geführte Reisen in Gruppen anbieten, die den Besuchern die osteuropäischen Sehenswürdigkeiten zeigen.

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