Zwei Personen im Cockpit: Wie lange bleibt das noch so?

Neue internationale KoalitionPilotinnen und Piloten kämpfen gegen Ein-Personen-Cockpit

Cockpitcrew-Verbände werfen Airlines und Herstellern vor, eine Lobbykampagne für das Ein-Personen-Cockpit zu führen. Sie wollen nun international Widerstand leisten.

Top-Jobs

k5 logo

Captain A320 (m/w/d)

K5-Aviation GmbH
München, Hamburg, Stuttgart
Feste Anstellung
Business Aviation
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
logo-gi-group

Teamleiter (gn) am Flughafen Hamburg

Hamburg
Feste Anstellung
Gi Group Recruiting
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Hahnair Logo

Kapitän C680A (all genders) mit Zusatzaufgaben

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Hahnair Logo

Deputy Continuing Airworthiness Manager (all genders)

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs

Für Flugzeugbauer ist die Frage nicht ob, sondern wann. Viele Hersteller arbeiten schon daran, eines Tages Flugzeuge zu produzieren, die mit nur noch einer Person im Cockpit auskommen. Widerstand dagegen kommt von denen, deren Arbeitsplätze das gefährdet: Pilotinnen und Piloten. Und die organisieren ihren Widerstand nun international.

So haben Cockpitcrew-Verbände aus aller Welt eine Koalition gegen «Reduced Crew Operations» gegründet. Aus Europa ist der Dachverband European Cockpit Association ECA dabei, dem auch die deutsche Vereinigung Cockpit VC angehört. «Die Koalition setzt sich gegen Pläne von Fluggesellschaften und Herstellern ein, die aus Kostengründen Piloten im Cockpit einsparen wollen», teilt die VC mit.

«Verlust von Sicherheitspuffern»

«Flugzeuge, ihre einzelnen Systeme, die Vorschriften und Standards, die für den Flug gelten und die Verfahren, die die Piloten befolgen sind für ein mindestens zwei Personen umfassendes Team im Cockpit konzipiert», heißt es weiter. «Abweichungen von dieser Logik führen zwangsläufig zu einem Verlust von Sicherheitspuffern.» Einige Flugzeughersteller und Airlines würden mittlerweile dennoch «eine aggressiv geführte Lobbykampagne» betreiben, die auf Regulierungsbehörden in der ganzen Welt abziele.

VC-Präsident Stefan Herth sagt: «Wir werden alles tun, um sicherzustellen, dass immer mindestens zwei gut ausgebildete und erfahrene Piloten im Cockpit ihren Dienst tun.»,

Mehr zum Thema

Pilot in einem Cockpit einer Irkut MS-21: Künftig ohne Kollegin im Cockpit?

Russland drängt auf Ein-Personen-Cockpit

Cockpit eines Airbus A320: Der Flugzeugbauer setzt auf Automatisierung.

Airbus will das Fliegen weiter automatisieren

Thomas Jarzombek: «Die Regionalflughäfen waren ja schon einmal in einer besseren wirtschaftlichen Lage. Dann wurden die Flugzeuge größer.»

«Das Thema Einmanncockpit muss noch einmal auf den Tisch»

Cockpitpersonal bei der Arbeit: Wo verdient man in Europa am meisten?

So viel verdienen Pilotinnen und Piloten in Europa

Video

Absturzstelle: Hier prallte der Jet ins Gebirge.
Der Absturz von Flug MU5735 beschäftigt Ermittlungsbehörden seit mehr als vier Jahren. Jetzt deuten neue Daten darauf hin, dass es im Cockpit der Boeing 737 von China Eastern Airlines vor dem Crash zu einem Kampf um die Kontrolle kam.
Laura Frommberg
Laura Frommberg
Der Moment vor der Berührung: Die Boeing 767 von United fliegt extrem niedrig an.
Eine Boeing 767 von United Airlines ist bei der Landung in Newark extrem tief geflogen. Neue Videoaufnahmen zeigen nun von außen, wie das Hauptfahrwerk den Lastwagen auf der Autobahn berührte.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
Moment der Kollision: Zum Glück verletzte sich der Fahrer nur leicht.
Eine Boeing 767 von United Airlines berührte beim Anflug in Newark einen Lastwagen und einen Lichtmast. Flug UA169 landete dennoch sicher. Brisant: Weder Cockpit noch Flugsicherung registrieren die Kollision zunächst.
Laura Frommberg
Laura Frommberg