Boeing 737-300 von Conviasa: Die Flotte ist in schlechtem Zustand.

VenezuelaPilotenmangel bringt Conviasa in Schwierigkeiten

Der staatlichen venezolanischen Fluggesellschaft gehen die Piloten aus. Die Zahl der täglichen Flüge hat Conviasa laut Berichten markant reduziert. Flugzeuge sollen in Hangars verrotten.

Top-Jobs

bwlv

Fluggerätmechaniker (m/w/d)

BWLV-Motorflugschule Hahnweide
Vollzeit
Kirchheim/Teck
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Flugschule
Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Hahnair Logo

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung

Conviasa hat es sich mit dem Großteil ihrer Piloten verscherzt. So habe die staatliche venezolanischen Fluggesellschaft in den vergangenen Wochen ihr Angebot von durchschnittlich 20 auf 16 Flüge pro Tag reduzieren müssen, berichtet die Zeitung El Nacional.

Insgesamt sollen schon mehr als 80 Prozent der Piloten gekündigt haben, berichtet auch das Rechercheportal La Patilla unter Berufung auf einen anonymen Informanten aus dem Inneren oder Umfeld der Airline. Demnach seien nur noch sechs Besatzungen, je bestehend aus einem Piloten und einem Kopiloten, im Dienst – drei für nationale, drei für internationale Flüge.

Niedrige Löhne und ausstehende Zahlungen

Auf den nationalen Strecken müssten die Mannschaften nun bis zu fünf mal pro Tag fliegen und würden so ihre maximale Stundenzahl überschreiten, wirft der Informant der Fluggesellschaft vor. Würden Piloten das Unternehmen verlassen wollen, würde Conviasa ihnen ihre Lizenz verweigern.

Das grundsätzliche Problem für die Piloten seien niedrige Löhne sowie ausstehende Reisegeld/Tagegeld/Verpflegungspauschale-Zahlungen. Conviasa sei die Fluggesellschaft mit den niedrigsten Löhnen für Piloten und Kopiloten, so die anonyme Quelle.

«Flugzeuge seit mehr als einem Jahr im Hangar»

Für Flüge nach Madrid kommt demnach nun eine angemietete spanische Besatzung zum Einsatz. Auf anderen internationalen Strecken würde Conviasa teilweise aber mit nur 70 Passagieren fliegen, da private Fluggesellschaften günstigere Preise anbieten würden. Es rechnet sich also nicht mehr.

Außerdem soll Conviasa schon länger einen Teil seiner Flotte nicht mehr nutzen: «Mehr als elf Flugzeuge sind seit mehr als einem Jahr in den Hangars in Maiquetía gestrandet», sagt der Informant. Während sich der Zustand dieser eigentlich noch flugfähigen Maschinen langsam verschlechtere, sei eine Embraer in Miami sogar völlig aufgeben und ausgeplündert worden. Insgesamt besitzt Conviasa 24 Flugzeuge.

Mehr zum Thema

Kampfdrohneneinsatz im Dschungel Kein Entkommen für Drogenschieber

Wie die Armee der USA Drogenkartelle aus der Luft bekämpft

Airbus A220 von Air Baltic: Bald in Uruguay?

Airbus A220 von Air Baltic werden für Uruguays neue Airline fliegen

Einsteigen in Istanbul: Offenbar durften viele Russinnen und Russen nicht mit.

Russland warnt Bürger vor Flügen mit Turkish Airlines

Airbus A350 von Iberojet: Bald ab Caracas im Einsatz.

Venezolanische Airline kommt mit Airbus A350 nach Europa

Video

Ex-Swissair-Sprecher Urs Peter Naef: «»
Als die Nachricht vom Absturz vor Halifax eintraf, war das Krisenhandbuch der Swissair-Kommunikationsabteilung noch nicht fertig. Medienverantwortlicher Urs Peter Naef musste improvisieren - und zugleich die Angehörigen vor aufdringlichen Medien schützen. Seine wichtigste Lehre aus der Katastrophe: «Steh zu dem, was passiert ist, und zeig Flagge.»
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier
Kälin
Mit der Rückkehr der Angehörigen aus Kanada war die Arbeit für die Swissair längst nicht beendet. Persönliche Gegenstände mussten zurückgegeben, Gedenkveranstaltungen organisiert und Familien weiter begleitet werden. Der Ehemalige Finanzchef Walter Kälin blickt auf die Herausforderungen zurück – und erklärt, wie die Erfahrungen von damals die heutige Krisenbetreuung prägen
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier
Ex-Swissair-Personalchef Matthias Mölleney zum Unglück von Flug SR1111: «...»
Als Flug SR111 von Swissair vor Halifax abstürzte, war Matthias Mölleney erst seit 95 Tagen Personalchef der Airline. Plötzlich musste er die Angehörigen und Mitarbeitenden betreuen und zugleich den Flugbetrieb aufrechterhalten. Fast drei Jahrzehnte später erinnert er sich an die schwersten Tage seiner Karriere – und an die Lehren für das spätere Grounding.
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier