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Nach dem PC-24

Pilatus denkt an neues Flugzeugmodell

Textron greift mit dem SETP den PC-12 von Pilatus Aircraft an. Darauf will der Schweizer Flugzeugbauer reagieren. Und er hat noch weitere Ideen.

Pilatus Aircraft

Pilatus PC-12: Der Hersteller will das Flugzeug noch einmal verbessern.

Noch ist man beim Schweizer Flugzeugbauer voll mit dem neuesten Modell beschäftigt. Das erste Exemplar des neu entwickelten Businessjets PC-24 soll im November 2017 an den ersten Kunden ausgeliefert werden. Bis dahin gilt es die letzten Anpassungen am Flugzeug mit Platz für sechs bis zehn Passagiere vorzunehmen. Pilatus Aircraft verspricht schon jetzt Überraschungen. Der PC-24 werde schneller fliegen als ursprünglich angekündigt.

Wenn der PC-24 dann bei Kunden im Einsatz ist, wird sich Pilatus dem Kassenschlager PC-12 annehmen. Vom Turboprop-Businessflieger wurden schon fast 1400 Stück verkauft. Nun aber lancierte der amerikanische Hersteller Textron, zu dem Beechcraft, Hawker und Cessna gehören, ein Konkurrenzprodukt. SETP heißt derzeit das geplante einmotorige Turbopropflugzeug für sechs bis neun Passagiere. «Wir werden eine Antwort geben. Nicht umgehend, aber mittelfristig», so Pilatus-Chef Oscar Schwenk kürzlich in der Zeitung Tages-Anzeiger bezüglich des Textron-Vorstoßes. Man werde den PC-12 noch besser machen.

Spezial-Frachtflugzeug?

Das ist aber noch nicht alles. Pilatus denkt auch an ganz neue Modelle. Die Weiterentwicklung des PC-12 bedeute nicht, dass man «nicht auch die Entwicklung eines neuen Flugzeugs» prüfe, so Schwenk. Man hoffe, nochmals eine Nische zu finden. Sie müsse nicht unbedingt zwischen PC-12 und PC-24 liegen. «Sie kann auch darunter oder darüber sein. Oder am Ende liegt sie auch daneben», so Schwenk.

Einen Traum hat der Pilatus-Lenker: «Einer meiner Träume ist es, einen Spezial-Frachtflieger zu bauen. Einer, mit dem man Gefängnisinsassen sicher transportieren kann oder schnell verderbliche Medikamente oder Organe.»



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