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Photobomb

Aer Lingus lacht über Ryanair

Auf die Webseite der Billigairline schmuggelte sich ein Flugzeug von Aer Lingus. Das nutzte die kleine Airline auf Kosten von Ryanair aus.

Aer Lingus

Webseite von Ryanair: Ein Aer-Lingus-Flieger schmuggelte sich aufs Bild.

Eigentlich verbindet sie so einiges. Beide Fluggesellschaften stammen aus dem abgelegenen Irland, beide arbeiten erfolgreich und zudem sind sie finanziell miteinander verbunden. Denn Ryanair besitzt noch immer 30 Prozent von Aer Lingus. Dennoch herrscht mehr als nur eine lokale Rivalität zwischen den irischen Airlines. Es ist eine richtige Fehde. Das äußert sich immer wieder durch kleine Sticheleien. So auch diese Woche wieder.

Triumphierend schrieb Aer Lingus am Donnerstag (15. Januar) bei Twitter: «Monumentale Photobomb durch EI-DVM auf der Webseite von Ryanair! Auch sie wissen, dass wir die beste Business haben». Und in der Tat sah man im Bereich für Geschäftsreisende eine Maschine von Aer Lingus. Sie startet neben einem wartenden Mann in Sakko in den Himmel. Es ist ein Airbus A320 im Retrolook. Photobomb nennt man so ein Bild, in das sich jemand oder etwas ungewollt schmuggelt und dadurch die Aufmerksamkeit auf sich zieht.

Ein Follower fragte daraufhin Aer Lingus, ob man sich denn gegenseitig hasse. «Nein, nur eine gesunde Rivalität, oder @Ryanair?», so das Twitter-Team der irischen Nationalairline. Ryanair antwortete prompt. «Wir hörten in den Neunzigerjahren auf, Rivalen zu sein, @AerLingus. Wir müssten unsere Tarife verdreifachen und 82 Millionen Kunden verlieren, um Rivale zu sein.» Aer Lingus gab danach auf. «Ok, keine Ursache, @Ryanair. Peace out.» Großartige Reaktion von beiden. Und ein unterhaltender Dialog.



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