Frauen, Männer, Transsexuelle: Die Crew von PC Air.

Ärger für die Ladyboy-Airline

Bei ihrem Start machte die thailändische PC Air Furore, weil sie auf transsexuelle Flugbegleiter setzte. Doch musste die Fluglinie ihre Flüge einstellen.

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Der Name der Fluggesellschaft ging um die Welt. Als erste der Welt stellt PC Air auch Transsexuelle ein. Das Anheuern von Kathoey oder Ladyboys, wie man die Männer in Thailand bezeichnet, die Frauen sein möchten, machte die Fluggesellschaft bei ihrer Lancierung im Oktober 2011 auf einen Schlag zu einem globalen Medienereignis. Doch nun schreibt sie ganz andere Schlagzeilen. Vergangenen Mittwoch (17. Oktober) hielten die Behörden am Flughafen Incheon International von Seoul die einzige Maschine von PC Air fest. Offenbar hatte das Unternehmen die Rechnungen für Kerosin und Landegebühren nicht beglichen. Der Airbus A310-222 wurde rund 25 Stunden in Südkorea arretiert. Dadurch konnten rund 400 meist thailändische Touristen ihre Flugreise nicht antreten.

Nur zwei Tage später überraschte PC Air Thailand erneut. Firmenchef Peter Chan entschuldigte sich zwar bei den gestrandete Passagieren und sagte, alle Ausstände seien beglichen worden. Trotzdem aber stellte seine PC Air alle Flüge für 14 Tage ein. Offenbar war es die thailändische Aufsichtsbehörde Department of Civil Aviation, die ihn zum Schritt drängte. «Wir zögern nicht, die Lizenz zu entziehen, wenn sich das Ereignis wiederholen sollte», sagte deren Chef Woradej Harnprasert gegenüber der Zeitung Bangkok Post.

Monatliche Lizenz-Erneuerung

Inzwischen fordern Branchenkreise in Thailand bereits den definitiven Lizenzentzug für PC Air. Die Fluggesellschaft habe sich unverantwortlich verhalten, vor allem auch weil unklar blieb, ob die gestrandeten Touristen voll entschädigt würden. «Da gibt es nicht viel zu überlegen», sagte Sisdivachr Cheewarattanaporn als Präsident des thailändischen Reisebüroverbandes zur Zeitung Bangkok Post. Doch das Department of Civil Aviation gibt sich nachsichtig. Es sei das erste Mal, dass bei PC Air so etwas passiert sei. «Von den finanziellen Verhältnissen her hat das Unternehmen keinerlei Probleme», sagte ein Vertreter des Transportministeriums. Daher dürfe PC Air weiterfliegen, müsse die Lizenz aber monatlich erneuern lassen.

Video zum Start von PC Air vom Oktober 2011:

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