Mitarbeiter von Mitsubishi: Der Regional Jet ist der neue Stolz Japans. Derzeit macht er aber Probleme.

Zweimaliger FlugabbruchPannenserie plagt Mitsubishi Regional Jet

Der Mitsubishi Regional Jet soll die Testflüge vor allem in den den Vereinigten Staaten absolvieren. Zwei mal startete die Testmaschine in den letzten Tagen in Richtung USA, zwei Mal musste sie umkehren.

Top-Jobs

Hahnair

Document Control Manager (all genders)

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Hahnair

Prozessmanager (all genders)

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Pilatus Logo

Crossmedia Marketing Content Redakteur (a)

Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Flugzeugwerke AG
Schweiz
Vollzeit
Top jobs
Flightkeys

Subject Matter Expert (f/m/o)

Vienna
Feste Anstellung
Luftfahrttechnologie
Flightkeys GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs

Wenn Amerikaner über den Bundesstaat Washington sprechen, dann wird bald einmal das schlechte Wetter erwähnt. Doch nicht überall im Gliedstaat im äußersten Nordwesten der USA regnet es tatsächlich überdurchschnittlich viel. In Moses Lake beispielsweise scheint an dreihundert Tagen pro Jahr die Sonne. Kein Wunder ist der Ort von Mitsubishi Aircraft Corporation auserkoren worden, um den größten Teil der Flugtests ihres Mitsubishi Regional Jets MRJ zu absolvieren.

Der japanische Flugzeugbauer baute am Grant County International Airport in Moses Lake eine 6080 Quadratmeter große Anlage. Hier soll das Flugzeug in den kommenden Wochen und Monaten intensiv getestet werden. 200 Mitarbeitende arbeiten vor Ort. Drei Prototypen sollen hier in der Mitte des Bundesstaates Washington einst stationiert werden.

Probleme mit Belüftungsanlage

Die Eröffnung der Anlage in Moses Lake ist für den 9. September geplant. Am vergangenen Samstag (27. August) wollte Mitsubishi die Überführung des ersten Flugzeuges in die USA beginnen. Die Maschine mit dem Kennzeichen JA21MJ startete auch wie geplant in Nagoya in Richtung US-Westküste. Doch nach kurzer Zeit musste der Flug abgebrochen werden. Die Besatzung hatte ein Problem mit der Belüftungsanlage entdeckt.

Am Sonntag startete der Mitsubishi Regional Jet erneut. Und wieder musste das Flugzeug nach kurzer Zeit nach Nagoya zurückkehren. Erneut hatte die Belüftungsanlage Probleme gemacht. Seither steht die Maschine in Nagoya.

Zeit wird knapp

Für Mitsubishi ist das nicht nur wegen der negativen Schlagzeilen ärgerlich. Auch die Zeit wird knapp. Die Überführung in die USA dauert drei bis vier Tage. Doch nicht an jedem Tag kann geflogen werden. Denn derzeit ist Taifun-Saison in Japan. Der Hersteller muss also das Problem schnell entdecken, will er die Party am 9. September auch wie geplant steigen lassen.

Der Mitsubishi Regional Jet wurde von Grund auf neu entwickelt. In der Variante MRJ 90 bietet das japanische Flugzeug Platz für 88 bis 92 Passagiere (eine Klasse). In der Long-Range-Variante (MRJ90 LR) kann der Mitsubishi Regional Jet bis zu 3770 Kilometer weit fliegen. Neben Mitsubishi Heavy Industries (65 Prozent des Kapitals) sind Mitsubishi Corporation, Toyota Motor (je 10), Sumitomo und Mitsui (je 5 Prozent) am Projekt beteiligt.

Mehr zum Thema

Erster Erfolg für Mitsubishi in Europa

Erster Erfolg für Mitsubishi in Europa

ticker-japan

Japan verbietet Nutzung von Powerbanks an Bord von Flugzeugen

Flughafen Tokio-Haneda mit dem Fuji im Hintergrund: Japanische Airlines sollen sich bei Inlandsflügen künftig abstimmen.

Japan will mit abgestimmten Flugplänen unwirtschaftliche Strecken erhalten

Cathay Pacific unterwegs mit A350-900

Mit Cathay Pacific stilvoll zu Traumzielen in Asien und Australien

Video

santa monica douglas dc 3 monument
Er ist mehr als 100 Jahre alt, doch Ende 2028 wird er schließen. Der Flughafen Santa Monica in Kalifornien war zwar nie ein großer Verkehrsflughafen, aber dennoch historisch bedeutsam.
Timo Nowack
Timo Nowack
wrack bombardier crj 900 ntsb
Die Unfalluntersuchungsbehörde NTSB hat neues Videomaterial zum Zusammenstoß einer Bombardier CRJ 900 von Air Canada mit einem Feuerwehrauto am New Yorker Flughafen LaGuardia veröffentlicht. Die Aufnahmen zeigen, wie heftig die Kollision war.
Timo Nowack
Timo Nowack
michael rousseau air canada
Nach dem tödlichen Unglück einer Bombardier CRJ 900 am New Yorker Flughafen La Guardia brachte der Chef von Air Canada sein Mitgefühl zum Ausdruck - allerdings nur auf Englisch. Nun kommt von hochrangiger Stelle eine Rücktrittsforderung - auch, weil es nicht der erste sprachliche Fauxpas ist.
Timo Nowack
Timo Nowack