Mitarbeiter von Mitsubishi: Der Regional Jet ist der neue Stolz Japans. Derzeit macht er aber Probleme.

Zweimaliger FlugabbruchPannenserie plagt Mitsubishi Regional Jet

Der Mitsubishi Regional Jet soll die Testflüge vor allem in den den Vereinigten Staaten absolvieren. Zwei mal startete die Testmaschine in den letzten Tagen in Richtung USA, zwei Mal musste sie umkehren.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
HahnAir

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung
Etihad Job

First Officer A320

Abu Dhabi
Feste Anstellung
Etihad Airways
United Arab Emirates
Vollzeit
Top jobs

Wenn Amerikaner über den Bundesstaat Washington sprechen, dann wird bald einmal das schlechte Wetter erwähnt. Doch nicht überall im Gliedstaat im äußersten Nordwesten der USA regnet es tatsächlich überdurchschnittlich viel. In Moses Lake beispielsweise scheint an dreihundert Tagen pro Jahr die Sonne. Kein Wunder ist der Ort von Mitsubishi Aircraft Corporation auserkoren worden, um den größten Teil der Flugtests ihres Mitsubishi Regional Jets MRJ zu absolvieren.

Der japanische Flugzeugbauer baute am Grant County International Airport in Moses Lake eine 6080 Quadratmeter große Anlage. Hier soll das Flugzeug in den kommenden Wochen und Monaten intensiv getestet werden. 200 Mitarbeitende arbeiten vor Ort. Drei Prototypen sollen hier in der Mitte des Bundesstaates Washington einst stationiert werden.

Probleme mit Belüftungsanlage

Die Eröffnung der Anlage in Moses Lake ist für den 9. September geplant. Am vergangenen Samstag (27. August) wollte Mitsubishi die Überführung des ersten Flugzeuges in die USA beginnen. Die Maschine mit dem Kennzeichen JA21MJ startete auch wie geplant in Nagoya in Richtung US-Westküste. Doch nach kurzer Zeit musste der Flug abgebrochen werden. Die Besatzung hatte ein Problem mit der Belüftungsanlage entdeckt.

Am Sonntag startete der Mitsubishi Regional Jet erneut. Und wieder musste das Flugzeug nach kurzer Zeit nach Nagoya zurückkehren. Erneut hatte die Belüftungsanlage Probleme gemacht. Seither steht die Maschine in Nagoya.

Zeit wird knapp

Für Mitsubishi ist das nicht nur wegen der negativen Schlagzeilen ärgerlich. Auch die Zeit wird knapp. Die Überführung in die USA dauert drei bis vier Tage. Doch nicht an jedem Tag kann geflogen werden. Denn derzeit ist Taifun-Saison in Japan. Der Hersteller muss also das Problem schnell entdecken, will er die Party am 9. September auch wie geplant steigen lassen.

Der Mitsubishi Regional Jet wurde von Grund auf neu entwickelt. In der Variante MRJ 90 bietet das japanische Flugzeug Platz für 88 bis 92 Passagiere (eine Klasse). In der Long-Range-Variante (MRJ90 LR) kann der Mitsubishi Regional Jet bis zu 3770 Kilometer weit fliegen. Neben Mitsubishi Heavy Industries (65 Prozent des Kapitals) sind Mitsubishi Corporation, Toyota Motor (je 10), Sumitomo und Mitsui (je 5 Prozent) am Projekt beteiligt.

Mehr zum Thema

Erster Erfolg für Mitsubishi in Europa

Erster Erfolg für Mitsubishi in Europa

ticker-welt

Japan treibt Wachstum bei Europas Langstreckenverkehr an

Visualisierung von Jaxa: Sieht so der Überschalljet der Zukunft aus?

In zwei Stunden von Japan in die USA: Forschungsteam testet neues Hyperschallflugzeug

Roboter von GMO und Flugzeug von JAL: Eine gute Kombination?

Humanoide Roboter sollen in Japan künftig Flugzeuge beladen und reinigen

Video

Die Notrutsche wird abtransportiert: Verzögerungen beim Abflug der Boeing 767 von Austrian Airlines.
Eine versehentlich ausgelöste Notrutsche sorgte bei einer Boeing 767 von Austrian Airlines in Montreal für Verspätung. Die Rutsche musste ausgebaut und die betroffene Tür gesperrt werden. Dadurch durften statt 209 nur noch 141 Passagiere mit nach Wien fliegen.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
Flughafen Gander am 11. September 2001: 38 Großraumflugzeuge strandeten an dem kanadischen Airport.
Nach den Anschlägen vom 11. September 2001 sperrten die USA ihren Luftraum. Fast 240 Flugzeuge auf dem Weg ins Land konnten nicht mehr umkehren. Kanada nahm sie auf – und musste innerhalb weniger Stunden Zehntausende gestrandete Reisende unterbringen und versorgen.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
regent viceroy first flight
Der amerikanische Hersteller Regent will seine Seegleiter in Küstenregionen in aller Welt liefern. Jetzt hat das Bodeneffektfahrzeug Viceroy erstmals einen bemannten Flug absolviert. Und die Zulassung verläuft anders als bei einem Flugzeug.
Timo Nowack
Timo Nowack