Letzte Aktualisierung: um 12:20 Uhr

Pakistan International Airlines

Das Rätsel der verschwundenen Flugbegleiter

Ein Flugbegleiter und eine Flugbegleiterin von Pakistan International sind in Kanada nicht zu ihren Rückflügen erschienen. Die Airline reagiert mit einer drastischen Maßnahme.

Pakistanischer Pass: Ab sofort beim Stationsleiter abzugeben.

Auf Hinflug PK798 aus Islamabad arbeitete er noch ganz normal mit. Als die Boeing 777 von Pakistan International Airlines wieder zurückfliegen sollte, erschien der Flugbegleiter jedoch nicht mehr zum Dienst. Die Fluggesellschaft verständigte daraufhin die kanadischen Einwanderungsbehörden.

Nur wenige Tage später passierte es erneut. Eine Flugbegleiterin von PIA war in Toronto plötzlich nicht mehr aufzufinden, wie die Zeitung The Express Tribune berichtet. Die Fluggesellschaft hat inzwischen auf die Vorfälle reagiert.

Ab jetzt werden Pässe eingezogen

Am Montag (1. Februar) erließ Pakistan International eine neue Richtlinie, laut der Flugbegleiterinnen und Flugbegleiter nach der Ankunft im Ausland ihre Pässe beim Stationsleiter abgeben muss. Dies geht aus einer E-Mail hervor, die der Zeitung The Dawn vorliegt. Vor dem Rückflug erhalten die Flugbegleiter ihre Pässe dann zurück.

Ebenfalls wird künftig überprüft, ob die Besatzungsmitglieder im Hotel einchecken. Pakistan International verlangt von den Hotels, ihr jede Unstimmigkeit zu melden. Mit Hinweis auf die Pandemie ist es der Besatzung nun auch verboten, sich nachts außerhalb der Unterkunft aufhalten.

Ähnliche Fälle in vergangen Jahren

In den vergangenen Jahren gab es weitere ähnliche Fälle bei PIA. 2020 verschwand ein Kabinencrew-Mitglied in Toronto und 2019 ein Mitarbeiter in Paris. 2018 beantragte ein Flugbegleiter nach der Ankunft in Toronto Asyl in Kanada.



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