Letzte Aktualisierung: um 17:05 Uhr

Pakistan International Airlines

Malaysisches Gericht lässt Boeing 777 beschlagnahmen

Die pakistanische Nationalairline schuldet einer Leasinggesellschaft Geld. Deshalb wurde jetzt eine Boeing 777 von Pakistan International in Kuala Lumpur an die Kette gelegt.

Tis Meyer/Planepics.org

Boeing 777-200 von PIA: Ein solcher Flieger steckt in Kuala Lumpur fest.

Die 18-köpfige Crew von Flug PK894 aus Islamabad hat einen ziemlich langen Aufenthalt in Kuala Lumpur vor sich. Am Freitagmittag (15. Januar) kamen die Piloten und Flugbegleiter von Pakistan International Airlines PIA in der malaysischen Hauptstadt an. Und weil sie nicht wie geplant gleich wieder zurückfliegen konnten, müssen sie sich 14 Tage in Quarantäne begeben.

Zum ungeplanten Aufenthalt kam es, weil die malaysischen Behörden die Boeing 777-200 der pakistanischen Nationalairline beschlagnahmten, die eigentlich nach wenigen Stunden hätte nach Islamabad zurückfliegen sollen. Sie taten das auf Anordnung eines lokalen Gerichts. Dort hatte die irische Leasinggesellschaft Peregrine Aviation geklagt, weil Pakistan International Airlines ihr Geld für Leasingraten von zwei Boeing 777 schuldet. Es soll um 14 Millionen Dollar gehen.

Streit um zwei Boeing 777

Pakistan International hält die Entscheidung des Gerichts für «einseitig». «Dies ist inakzeptabel und PIA hat Unterstützung der pakistanischen Regierung in Anspruch genommen, um diese Angelegenheit auf diplomatischem Wege zu klären», so die Fluggesellschaft in einer Stellungnahme. Neben der beschlagnahmten Maschine mit dem Kennzeichen AP-BMH geht es auch um die Boeing 777 mit dem Kennzeichen AP-BMG. Sie steht aktuell in Karachi und war schon einige Zeit nicht mehr im Einsatz.

Pakistan International kann derzeit nicht alle Ziele selber anfliegen. Nach dem tödlichen Unfall eines Airbus A320 in Karachi wurde bekannt, dass viele Piloten der Fluglinie ungültige Lizenzen haben. Danach haben Europa und die USA ein Flugverbot ausgesprochen. Es wurde Ende 2020 um weitere drei Monate verlängert – bis Ende März 2021.



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