Boeing 737-800 von Norwegian: In Argentinien startet die Fluglinie mit diesem Modell, will aber danach auch Dreamliner einsetzen.

PlanNorwegian will Buenos Aires - Zürich fliegen

Die Billigairline macht Ernst: Norwegian hat 155 Streckenrechte in Argentinien beantragt. Darunter sind auch solche für Überseeverbindungen - etwa nach Zürich.

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Für Norwegian-Chef Bjørn Kjos ist die Ausgangslage glasklar: «Die Region ist eine der wenigen, die von Lowcost-Anbietern noch kaum erschlossen sind, Argentinien steht fast ganz ohne Angebot da. Daher sind wir sowohl an Inland- und Regionalflügen als auch an Langstrecken interessiert», erklärte er kürzlich im Interview mit aeroTELEGRAPH. Noch dieses Jahr will Kjos im südamerikanischen Land loslegen.

Nun werden die Pläne konkret. Denn Norwegian hat bei der argentinischen Luftfahrtbehörde Anac Administracion Nacional de Aviacion Civil 155 Streckenrechte beantragt. Zum einen will sie mit ihrer Tochter Norwegian Air Argentina 75 Routen im Inland anbieten. Dabei werden Buenos Aires, Cordoba, Mendoza, Rosario und Salta die wichtigsten Basen sein. Daneben planen die Norweger von Argentinien aus Dutzende Ziele in Südamerika anzufliegen, etwa in Brasilien, Chile, Ecuador, Kolumbien oder Paraguay.

Zwei Mal pro Woche nach Zürich

Doch Norwegian will weitaus mehr. Die Billigairline plant ein großes Angebot an Langstreckenverbindungen nach Übersee, wie die Unterlagen zeigen, welche die Fluglinie bei der Anac eingereicht hat. Dabei hat sie auch ein Ziel in der Schweiz im Visier. In der Eingabe ist die Route Buenos Aires - Zürich festgehalten, die Norwegian Air Argentina zwei Mal pro Woche bedienen möchte. Beim Flughafen Zürich erklärt man: «Wie mit vielen andern Airlines, finden auch Gespräche mit Norwegian statt. Grundsätzlich ist Buenos Aires sicherlich ein interessanter Markt, der derzeit aus Zürich nicht bedient wird.»

Es wäre erst die dritte Nonstop-Verbindung zwischen Südamerika und der Schweiz. Swiss fliegt nach São Paulo, ihre Schwester Edelweiss nach Rio de Janeiro. Die beiden werden die Konkurrenz durch die Norweger kaum gerne sehen. Denn wird der Plan umgesetzt, wird Norwegian mit ihrem neuen Drehkreuz Buenos Aires zum attraktiven Umsteigeort für Urlaubsreisende nach Lateinamerika.

Dreamliner für Übersee-Strecken

Dasselbe gilt in anderen europäischen Märkten. Denn Norwegian plant nicht nur Flüge von Buenos Aires nach Barcelona, Chicago, Kopenhagen, London, Madrid, Oslo, Paris, oder Stockholm, wo sie bereits jetzt aktiv ist. Sie will etwa auch nach Istanbul, Mailand, Prag, Rom fliegen. Auch Tel Aviv steht auf der Wunschliste. Deutschland und Österreich fehlen dagegen in der Auflistung.

Als Flotte plant Norwegian Air Argentina zum Start mit rund zehn Boeing 737-800 für den Inlands- und Regionalverkehr. Künftig sollen Boeing 737 Max 8 hinzukommen, sowie Airbus A321 Neo LR und Boeing 787-8 und 787-9 Dreamliner für Langstrecken, wie es in den Anac-Unterlagen weiter heißt.

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