Zwei Tu-204 in Farben von Air Koryo: Bei den Fliegern soll es sich um die Exemplare von Sky KG Airlines handeln.

Über Kirgistan nach NordkoreaBesorgt sich Air Koryo mit Trick weitere Tupolev Tu-204?

In Kirgistan will eine kleine Airline den Betrieb mit zwei Tupolev Tu 204 aufnehmen. Die Flieger wurden jedoch in den Farben der nordkoreanischen Staatsairline gesichtet.

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Es wäre ein großer Sprung für ein kleines Luftfahrtunternehmen. Vergangenen Monat kündigte die in Kirgistan ansässige Fluglinie Sky KG Airlines an, zwei Tupolev Tu-204 über die Leasinggesellschaft des russischen Flugzeugbauers zu beschaffen. Bisher besitzt die Firma bisher zumindest zwei kleinere Propellerflugzeug vom Typen Diamond DA-42, die maximal vier Personen aufnehmen können.

Laut ihrer Webseite setzt sie diese Flieger etwa für Charterflüge oder Kalibrierungsarbeiten für Navigationsanlagen ein. Ebenso bietet das Unternehmen Wartungen, Bodendienstleistungen und Fortbildungen für Piloten an. Ab kommenden Sommer möchte Sky KG Airlines die beiden Mittelstreckenflieger aus russischer Produktion für Passagierflüge zu Ferienorten einsetzen, berichtet das Portal Russian Aviation Insider. Es gibt jedoch Hinweise, dass die Flugzeuge für eine ganz andere Fluglinie bestimmt sind.

Exflieger von Red Wings Airlines

Seit vergangenem Januar sind die beiden Tu-204 mit den neuen Kennzeichen EX-20401 und EX-20402 bei der Luftfahrtbehörde Kirgistans registriert. Dies berichtet das Portal Ato.ru. Zuvor flogen die beiden elf Jahre alten Jets bei der russischen Fluglinie Red Wings Airlines, die den Typen nach mehreren Pannen komplett ausflottete. Im Herbst 2018 wurden beide Flugzeuge vorerst auf dem Flughafen von Mineralnye Vody in Russland stillgelegt.

In einem russischen Forum für Planespotter zeigen Fotos vom April vergangenen Jahres zwei Tupolev Tu-204, die in den Farben der koreanischen Staatsairline Air Koryo lackiert sind. Lediglich Logos und Schriftzüge fehlen. Der Standort der beiden Flugzeuge soll genau jener Flughafen sein, auf dem die für Sky KG Airlines vorgesehenen Tu-204 derzeit noch immer stillgelegt sind.

Kirgistan als Transferscheibe bekannt

Dass beide Flugzeuge tatsächlich nach Nordkorea gehen, ist nicht abwegig. Kirgistan diente in der Vergangenheit schon oft als Transferscheibe, um Embargos für Flugzeuglieferungen zu umgehen. Beispielsweise gelangten 2013 zwei ehemalige Airbus A340-300 der Lufthansa unter anderem über eine kirgisische Scheinfirma in den Iran - auch diese Flugzeuge wurden vorerst in Kirgistan registriert.

Air Koryo setzt bereits zwei Tupolev Tu-204 ein. Obwohl moderne Mittelstreckenjets den Typen längst den Rang abgelaufen haben, zählen die beiden Tu-204 bei der staatlichen Nationalairline Nordkoreas zu den jüngsten Fliegern. Strenge Sanktionen hindern die Diktatur, neue Flugzeuge zu kaufen. Der Großteil von Air Koryos Flotte ist daher veraltet.

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