Flieger von Virgin: Ärger in Nigeria.

Multimillionenstrafe für Virgin

Wegen unfairer Geschäftspraktiken soll Virgin Atlantic in Nigeria über 100 Millionen zahlen - British Airways ebenso.

Top-Jobs

.

Event Manager (m/f, 100%)

Vollzeit
IRF Reputation AG
Basel
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Luftfahrt
DERTOUR Logo

Destination Manager (w/m/d)

DERTOUR Destination Services AG
Vollzeit
Top jobs
Feste Anstellung
Reiseveranstalter
ticker-dfs-deutsche-flugsicherung

Fluglotse / Fluglotsin (w/m/d)

Studium
Deutsche Flugsicherung DFS
Studium
Top jobs
Langen b. Frankfurt
Deutschland
AMX Support

Lizenzierter Fluggerätmechaniker / Certifying Staff B1/B2 (m/w/d)

AMX Support Germany GmbH
Vollzeit
Flughafen Oberpfaffenhofen (EDMO
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt

Preistreiberei, unfaire Absprachen, Ausnutzen der Passagiere - harte Vorwürfe erhebt Nigeria gegen British Airways und Virgin Atlantic. Daher hat die Regierung des Landes gegen die beiden britischen Fluggesellschaften hohe Geldstrafen verhängt. British soll 135 Millionen Dollar zahlen, Virgin 100 Millionen Dollar. Sie sollen ihre Marktmacht ausgenutzt haben. Die beiden Airlines betreiben zusammen etwa 90 Prozent der Direktflüge zwischen Nigeria und Großbritannien, wie die nigerianische Luftfahrtbehörde NCAA mitteilte. Damit hätten sie auf den Strecken quasi ein Duopol - das sie offenbar ausnutzen. Wie die Behörde weiter beklagt, verlangen die Fluggesellschaften auf den Flügen zwischen Afrikas bevölkerungsreichstem Land und der britischen Insel weit höhere Preise als auf Strecken in andere afrikanische Länder wie etwa das benachbarte Ghana.

Die Strafe ist Resultat einer Untersuchung der Treibstoffzuschläge auf Flügen von Lagos nach London Heathrow. Die Airlines haben nun zwei Wochen Zeit, um zu reagieren, berichtet das afrikanische Portal MTM News. Sie sollen also ihre Preise für Flüge nach Nigeria denen für Flüge in vergleichbar weit entfernte afrikanische Länder anpassen. Tun sie das nicht, könnten sie sich noch härteren Strafen gegenübersehen - bis hin zu einem totalen Flugverbot nach Nigeria. Offenbar hat British Airways bereits Preisreduktionen um etwa 20 Prozent angeboten - Nigeria war das aber nicht genug. Die Airline hat dafür kein Verständnis: «Wir fliegen seit 75 Jahren in das Land und wollen das auch weiterhin», heißt es in einer Stellungnahme. Man biete guten Service zu wettbewerbsfähigen Preisen und habe sich nichts vorzuwerfen. Auch Virgin Atlantic zeigte sich in einer Reaktion keiner Schuld bewusst.

Keiner Schuld bewusst

Der Streit zieht sich schon seit Monaten hin. Anfang November hatte Nigeria gedroht, die Flüge von British Airways in die Hafenstadt Lagos von sieben auf drei pro Woche zu reduzieren. Der Grund: Man sah die heimische Arik Air sabotiert, nachdem der Flughafen Heathrow der Fluggesellschaft nicht genügend Landeslots zur Verfügung stellte. Damit sei ein bilaterales Abkommen zwischen den beiden Ländern verletzt worden, das seit 1958 besteht (aeroTELEGRAPH berichtete). In der vergangenen Woche konnten die beiden Regierungen jedoch in letzter Minute eine Vereinbarung schließen, laut der bis Ende des Jahres alles beim alten bleibt. Bis dahin erwartet Nigeria allerdings, dass Die britischen Unternehmen sich den Vorwürfen stellen.

Mehr zum Thema

Ausgelöste Notrutsche auf einem British-Airways-Flug: Die Briten haben ein Notrutschenproblem.

British Airways und das Problem mit den aus Versehen ausgelösten Notrutschen

ticker-british-airways

British Airways fliegt seit 80 Jahren nach Hamburg

ticker-british-airways

Mailand-Malpensa: Gepäckcontainer für British-Airways-Flug gerät in Brand

Flug BA919: Der Verlauf der Landeanflüge auf London-Heathrow  am 6. Juli.

Airbus A320 von British Airways bei Anflug kurz vor Strömungsabriss

Video

airbus a321 neo lr la compagnie duesseldorf
Die französische Business-Class-Airline steuert erstmals einen deutschen Flughafen an. Ab April 2027 verbindet La Compagnie Düsseldorf mit Newark bei New York.
Timo Nowack
Timo Nowack
Boeing 767 mit Amazon-Bemalung: Das Flugzeug schoss über eine Straße hinaus, der Flughafen wurde geschlossen.
Eine Boeing 767 F von 21 Air schoss bei der Landung am Flughafen Miami über das Ende der Piste hinaus und überquerte eine viel befahrene Straße. Aufnahmen zeigen Feuer und schwarzen Rauch am Frachter, der für Amazon Air unterwegs war. Es gibt fünf Verletzte und fünf Tote.
Laura Frommberg
Laura Frommberg
Flughafen Düsseldorf U-Bahn 9
Nach sieben Jahren Bauzeit eröffnet Düsseldorf zwei neue U-Bahn-Linien. Sie binden erstmals den Flughafen an das Stadtbahnnetz der Landeshauptstadt an.
Jakob Wert
Jakob Wert