Milan Schipper: So wirbt er per Crowdfunding um Unterstützung.

VerwechselungNiederländer fliegt ins falsche Sydney

Ein junger Niederländer wollte es sich an Australiens Stränden gut gehen lassen. Stattdessen landete er im Schnee. Stutzig wurde er erst in Toronto.

Top-Jobs

Aero Bildungs Logo

Ausbilder / Technischer Trainer (m/w/d) für Fluggerätelektronik / Avionik / Cat B2 – Luftfahrttechnik

AERO-Bildungs GmbH
Oberpfaffenhofen
Feste Anstellung
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Hahnair

Document Control Manager (all genders)

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Hahnair

Prozessmanager (all genders)

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Pilatus Logo

Crossmedia Marketing Content Redakteur (a)

Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Flugzeugwerke AG
Schweiz
Vollzeit
Top jobs

Vor Beginn seines Studiums wollte Milan Schipper durchs sonnige Australien reisen. Der 18-jährige Niederländer fand einen Flug von Amsterdam nach Sydney, der deutlich billiger war als alle anderen. Beim Umsteigen in Toronto sah er die Air-Canada-Maschine, mit der es weitergehen sollte. «Das Flugzeug war wirklich klein und ich habe mich gefragt, schafft es das bis nach Australien?», erzählte Schipper nun dem kanadischen Radiosender CBC.

Der junge Mann ging trotzdem an Bord und blickte dann auf die Karte auf dem Bildschirm vor sich. «Ich sah, dass der Flugplan nach rechts ging, nicht nach links. Das war ungefähr der Moment, an dem ich realisiert habe, dass es ein anderes Sydney ist.» Er habe sich schrecklich gefühlt. «Aber ich konnte nichts tun, wir waren schon in der Luft.»

Kein seltener Fehler

Tatsächlich landete er nicht in Australien, sondern in Sydney in der ostkanadischen Provinz Nova Scotia, einer Stadt mit rund 30.000 Einwohnern. Es war Mitte März, es lag Schnee, ein Blizzard zog auf. «Ich war nicht richtig gekleidet», so Schipper. Er hatte eine Jogginghose, ein T-Shirt und eine dünne Jacke an. Mithilfe des Flughafenpersonals buchte er einen Rückflug und wurde von seinem amüsierten Vater in Amsterdam in Empfang genommen.

Er ist aber nicht der Erste mit diesem Irrtum: Einer US-Amerikanerin an Bord des gleichen Fliegers sei der gleiche Fehler unterlaufen, so Schipper. CBC zufolge landeten immer wieder Menschen im kanadischen Sydney, obwohl sie eigentlich nach Australien wollten: Zwei britische Teenager 2002, ein Argentinier 2008, zwei Niederländer 2009 und ein Pärchen aus Italien 2010.

Statt Dakar nach Dhaka

Doch nicht nur Sydney birgt Verwechslungsgefahr: 2016 buchte eine Britin einen Flug von Birmingham nach Las Vegas. Doch statt das britische Birmingham hatte sie Birmingham im US-Bundesstaat Alabama als Abflugort ausgewählt. 2013 wollte ein Ehepaar nach Dakar im Senegal fliegen. Doch als sie aus dem Flieger stiegen, waren sie 11’000 Kilometer von diesem Ziel entfernt - in Bangladeschs Hauptstadt Dhaka.

Milan Schipper versucht derweil weiterhin nach Australien zu kommen und sammelt dafür Geld via Crowdfunding. Bisher allerdings nur mit bescheidenem Erfolg: Von gewünschten 2500 Euro hat er lediglich 145 eingesammelt. Der 18-Jährige könnte trotzdem Glück haben: Laut einer australischen Nachrichtenseite soll eine Airline dem Niederländer einen Gratis-Flug nach Down Under angeboten haben.

Mehr zum Thema

ticker-australien

Australien erhält zweiten MC-55-Aufklärungsjet

ticker-australien

Rückholflüge: Australien entsendet Boeing C-17A Globemaster und Airbus KC-30A MRTT in den Nahen Osten

A350 von Finnair: Die Finnen nehmen Kurs auf Australien.

Finnair kündigt 15.200 Kilometer lange Route nach Australien an

Ballon in der Luft: Ballonfahren ist noch gefährlicher als fliegen in Kleinflugzeugen.

Warum Ballonfahrten gefährlicher sind als Flüge im Flugzeug oder Hubschrauber

Video

etihad airways manchester city
Die Golfairline sponsort den englischen Fußballpokalwettbewerb FA Cup. Emirates ist dadurch auch auf den Trikots präsent. Doch es gibt eine Ausnahme.
Timo Nowack
Timo Nowack
Der Flughafen München steht kurz vor der Eröffnung von Pier 1: Ein Video zeigt den gesamten Bauverlauf.
In München entsteht seit 2019 ein neuer, 95.000 Quadratmeter großer Pier am Terminal 1. Ende April geht der Bau ans Netz. Ein Zeitraffervideo zeigt sieben Jahre Bauarbeiten in 76 Sekunden.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Sonex Onex im Formationsflug: Der Hersteller ist insolvent.
Sonex Aircraft hat seit 1998 Selbstbaukits für Flugzeuge hergestellt. Nun ist das Unternehmen pleite. Der Inhaber wendet sich in einem emotionalen Video an seine Kundinnen und Kunden.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies