Wrack im Dschungel: Flugunfälle sind immer seltener.

6500 Jahre bis zum Crash

2013 gab es mehr Abstürze als im Vorjahr, aber weniger Tote. Wie sicher fliegen inzwischen ist, zeigt sich in einer neuen, imposanten Modellrechnung der Iata.

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Wie lange müsste ein Passagier täglich fliegen, bis er einen tödlichen Unfall hat? Die Weltluftfahrtorganisation Iata rechnete es aus. 6500 Jahre würde es brauchen – statistisch betrachtet, versteht sich. Das heisst: Auf 2,4 Millionen Flüge kommt ein Unfall. In den ersten elf Monaten des laufenden Jahres gab es elf tödliche Luftfahrt-Unfälle mit Jets westlicher Bauart. Ein Jahr vorher waren es nur fünf. Aber: Die Anzahl der Todesopfer sank laut der Iata: von 402 auf 210. «Wir wissen: 210 sind immer noch 210 zu viel», so Präsident Tony Tyler. «Doch auf drei Milliarden Passagiere gerechnet ist das eine beachtliche Leistung an Sicherheit.»

Was in der Statistik fehlt: Zahlen zu Fliegern russischer und chinesischer Bauart, sowie Propellerflugzeugen. Und die sind bei vielen Unfällen eben das Problem. Wie die Iata mitteilt, sind nur bei 15 Prozent aller tödlichen Luftfahrt-Unfälle Jets westlicher Bauart involviert. Doch auch im Problemgebiet besteht Hoffnung auf Besserung. Zahlreiche Airlines in den östlichen und afrikanischen Ländern erneuern ihre Flotte und vertrauen dabei auf Airbus, Boeing, Embraer oder Bombardier.

Zertifizierung durch Iata hilft

Eine drastische Verbesserung sah man vor allem in Afrika. Mit 8,36 Unfällen auf eine Million Flüge liegt die Sicherheitsrate gegenüber der Iata-Statistik zwar immer noch deutlich tiefer als im Schnitt. Doch die Zahl der tödlichen Unfälle hat sich innerhalb nur eines Jahres halbiert. Zu verdanken habe man das auch der neuen internationalen Zertifizierung IOSA (Iata Operational Safety Audit). Immer mehr Airlines nehmen diese ernst. In Afrika machten die von der Iata zertifizierten Unternehmen denn auch nur 14 Prozent aller Unfälle aus.

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