Flieger von Wizz Air und Ryanair in Charleroi: Unzufrieden mit der Regierung.

Streit um neue Flughafentaxe

Das Parlament der belgischen Region Wallonien will Tickets mit einer Steuer von 3 Euro belegen. Ryanair und Wizz Air drohen bereits mit Rückzug.

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Die Regierung der Französisch sprechenden Region Belgiens steht unter Zugzwang. Sie muss das Budget dringend wieder ins Lot bringen. Mehrere Hundert Millionen Euro an zusätzlichen Einnahmen braucht es dafür. Einen Teil davon sollen die Passagiere der beiden Flughäfen Brussels South Charleroi und Liège beisteuern, wie kürzlich die wallonischen Minister beschlossen. Sie zahlen ab kommendem Januar drei Euro auf jedes Ticket. Insgesamt zehn Millionen Euro an Extraeinnahmen sollen so pro Jahr zusammenkommen. Doch die Luftfahrtbranche läuft dagegen Sturm. «Damit setzt man unsere künftige Entwicklung aufs Spiel», sagte etwa der Charleroier Flughafendirektor Jean-Jacques Cloquet der Nachrichtenagentur Belga.

Cloquet befürchtet insbesondere Ausweichmanöver der Billigairlines. Und die sind auch bereits angekündigt. Die Flughäfen würden weniger attraktiv, sagte ein Sprecher von Wizz Air gegenüber der Zeitung La Libre Belgique. «Reisende und ihre Fluglinien weichen einfach an alternative Destinationen aus.» Die Airline fordert deshalb die Rücknahme des Beschlusses zur neuen Taxe.

Konkrete Drohung von Ryanair

Noch konkreter wird Ryanair. Werde die Steuer eingeführt, reduziere man die Kapazität in Charleroi um 17 Prozent, so die Fluglinie. Das würde einem Verlust von einer Million Passagieren und rund tausend Stellen entsprechen, so die Iren in einer Medienmitteilung.

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