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Starttermin 1. Mai

Neue Germania würde klein anfangen

Der Insolvenzverwalter verhandelt mit dem letzten potenziellen Investor. Dieser würde die Marke Germania weiterführen und mit einer kleinen Flotte neu starten.

aeroTELEGRAPH

Airbus-Jet von Germania: Bald wieder in der Luft?

Noch zehn Tage bleiben. Bis zum 31. März muss der letzte verbliebene Interessent den Vertrag zum Kauf von Germania unterzeichnen und das Geld überweisen. Sonst muss die insolvente deutsche Fluggesellschaft definitiv aufgeben und wird liquidiert, wie der vorläufige Insolvenzverwalter Rüdiger Wienberg vergangene Woche erklärte.

Am Mittwoch (20. März) sollten sich der Investor und Insolvenzverwalter Wienberg sowie eine Delegation der Geschäftsführung von Germania in Düsseldorf treffen. Das Thema: Wie es mit der Fluggesellschaft weitergehen soll, wenn es denn zu einem Deal kommt. Wie es in einer Mitteilung an die Mitarbeiter heißt, die aeroTELEGRAPH vorliegt, soll die «Marke Germania mit allen Bestandteilen» fortgeführt werden. Schon am 1. Mai könnten demnach die ersten Flüge wieder abheben.

Alles Airbus-Flieger

Die neue Germania würde allerdings markant kleiner sein als die alte. Zum Zeitpunkt des Groundings umfasste die Flotte 32 Flugzeuge. Anfang Februar nannte der Insolvenzverwalter eine Größe des Flugzeugparks von 27 Maschinen. Beim Neustart sollen es dann zehn Flieger sein, wie es im Schreiben heißt. Man werde sich dabei auf Airbus-Jets konzentrieren.

Beim Treffen in Düsseldorf war zumindest laut Plan auch Karsten Balke dabei, ehemaliger Chef und Eigentümer von Germania. Die Staatsanwaltschaft Berlin hat kürzlich ein Ermittlungsverfahren gegen ihn eingeleitet. Dabei geht es um Vorwürfe der Insolvenzverschleppung und des Betruges. Balke weist die Anschuldigungen zurück.



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