Freetown in Sierra LeoneMysteriöser Businessjet landet mit abgekratzter Registrierung

Am Flughafen der Hauptstadt von Sierra Leone landete eine Gulfstream mit abgekratzter Kennung und ohne Landeerlaubnis. Jetzt werden die Hintergründe untersucht.

Top-Jobs

LBV Logo

Sachbearbeiter:in Betriebssicherheit

Schönefeld (bei Berlin)
Feste Anstellung
Luftfahrtbehörde
Landesamt für Bauen und Verkehr
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

VIP Flight Attendant (f/m/d) (full time)

Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
LBV Logo

Sachbearbeiter:in Luftaufsicht, Erlaubnisse

Schönefeld (bei Berlin)
Luftfahrtbehörde
Landesamt für Bauen und Verkehr
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
LBV Logo

Sachbearbeiter:in örtliche Luftaufsicht (2 Stellen)

Feste Anstellung
Luftfahrtbehörde
Landesamt für Bauen und Verkehr
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Schönefeld (bei Berlin)

Viel Verkehr gibt es am Freetown International Airport nicht. Im Flugplan des einzigen internationalen Flughafens von Sierra Leone stehen acht Fluglinien, die pro Tag im Schnitt sieben Flüge durchführen. Der letzte Flug des Tages hebt dreimal pro Woche um 23:40 Uhr nach Lagos ab. Dann beginnt die Nachtruhe.

Nicht so am 20. September. Um 23:54 Uhr tauchte wie aus dem Nichts eine Gulfstream IV auf und landete ohne offizielle Landegenehmigung und ohne Funkkontakt am Freetown Airport. Die Crew behauptete, ein Funkgerätausfall sei der Grund gewesen. Die Behörden setzten das Flugzeug fest und nahmen die vier Personen an Bord in Gewahrsam.

Drei Mexikaner und ein Spanier

Bei der Überprüfung des Businessjets stellten die Behörden fest, dass das Flugzeug unter einer falschen Registrierungsnummer unterwegs war. Teile der Registrierung auf den Triebwerken waren abgekratzt, wie Bilder in lokalen Zeitungen zeigten. Ein verbliebenes «N» deutete darauf hin, dass der Businessjet irgendwann in den USA registriert gewesen sein muss.

Nach Angaben der sierra-leonischen Regierung weigerte sich die Besatzung, ihre Dokumente vorzulegen. Später wurde jedoch bestätigt, dass drei Personen mexikanische Staatsbürger sind und einer einen spanischen Pass besitzt. Im Lauf der Verhöre wurde auch die Flugroute bekannt.

Funkgerät doch nicht defekt

Gestartet war der Flug aus Liberia mit Ziel Mexiko. Der Pilot, der zuerst vorgab, kein Englisch zu sprechen, gestand später, 20.000 Dollar für den Flug erhalten zu haben. Es stellte sich auch heraus, dass das Funkgerät funktionierte. Trotzdem fanden die Ermittler keine verdächtigen Gegenstände oder Drogen an Bord.

Neben den vier Personen hat die Polizei auch zwei Fluglotsen aus Sierra Leone festgenommen. Die Sierra Leone Civil Aviation Authority (SLCAA) führt gemeinsam mit der Polizei eine umfassende Untersuchung durch.

Mehr zum Thema

Das Heck der verunglückten Il-76: Wem gehörte die Maschine?

Mysteriöse Ilyushin Il-76 in Mali verunglückt

Mysteriöser Flug eines deutschen Businessjets nach Moskau

Mysteriöser Flug eines deutschen Businessjets nach Moskau

Die Überfahrt von Freetown nach Lungi.

Der wohl ungewöhnlichste Flughafentransfer der Welt

So nah kommt man Giraffen sonst nie wie im  Royal Livingstone

Sambia: Giraffen füttern, raften und baden am Abgrund

Video

Die Fokker 50 nach der Notlandung: Niemand kam bei dem Unglück ums Leben.
In Somalia musste eine Fokker 50 notlanden. Dabei ist das Flugzeug von Starsky Aviation über die Piste hinausgeschossen und am Strand zum Stillstand gekommen. Verletzt wurde niemand.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Zwei der drei Löschfahrzeuge am Flughafen St. Helena: Weil alle Fahrzeuge defekt sind, darf der Flughafen kein Flüge mehr abfertigen.
Die Atlantikinsel St. Helena ist aktuell nicht mehr per Flugzeug erreichbar. Alle drei Fahrzeuge der Flughafenfeuerwehr sind defekt. Wann der Flugverkehr wieder starten kann, ist unklar.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Airbus A350 von Air France nach der Landung in Abidjan: Die Passagiere konnten das Flugzeug über Treppen verlassen.
Kleiner Fehler mit großer Wirkung: Ein Airbus A350 von Air France bog nach der Landung in Abidjan falsch ab und blieb stecken. Er musste aufwändig geborgen werden.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies