MS-21: Testflüge für Zulassung mit vier Prototypen.

Einschnitte bei FlugtestsMS-21 droht Verspätung

Nach einer kurzen Zwangspause laufen die Testflüge der MS-21 wieder an. Dennoch ist nicht klar, ob das neue Flugzeug aus Russland den Zeitplan für die Zulassung einhalten kann.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Principal Engineer - Flight Physics Simulation

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
aaa aviation academy austria logo

ATO Training Expert (m/f/d)

Aviation Academy Austria
Vollzeit
Neusiedl am See
Top jobs
Österreich
Feste Anstellung
Flugschule
Pilatus Logo

Head of Mechanical Final Assembly PC-12 (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Lizenzierter Luftfahrzeugmechaniker Experimental Shop (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller

Eine einheimische Alternative zum Airbus A320 und der Boeing 737: Das plant Russland mit der MS-21. Im Mai 2017 hob der Kurz- und Mittelstreckenflieger zum ersten Mal ab. Mittlerweile gehören vier Prototypen zur Testflotte des Herstellers Irkut.

Nachdem die Covid-19-Pandemie die Arbeiten am Testflugprogramm unterbrochen hatte, meldet Russlands staatliches Flugzeugbau-Konsortium UAC die Wiederaufnahme der MS-21-Flüge. Eine Zulassung bei der europäischen und russischen Luftfahrtbehörde strebt der Mutterkonzern von Irkut noch immer für dieses Jahr an - für die bereits 2021 geplante Erstauslieferung an Russlands Staatsfluglinie Aeroflot ist diese unabdingbar.

Mehr als die Hälfte der nötigen Flüge fehlen noch

Ob diese gelingen, darüber stehen derweil Fragezeichen. Laut Informationen der Zeitung Wedomosti bestehen bei UAC mittlerweile Zweifel, ob die Zertifizierung noch in diesem Jahr gelingen kann. Interne Quellen sprechen dabei von einer möglichen Verzögerung zwischen sechs Monaten und einem Jahr.

Bisher wurden mit der MS-21 in den vergangenen knapp drei Jahren etwa 300 Testflüge abgeschlossen. Für eine Zulassung der russischen Luftfahrtbehörde sind für den Rest dieses Jahres noch 350 weitere Flüge nötig, sagt UAC.

Zur wichtigen Phase ausgebremst

Prototyp Nummer zwei hob 2018 das erste Mal ab, im vergangenen Jahr folgten die dritte und vierte MS-21. Doch das Zulassungsprogramm wurde zu einem empfindlichen Zeitraum ausgebremst. Mit vollständiger Testflotte erhöhte Irkut Anfang dieses Jahres die Zahl der Versuchsflüge, ehe die Covid-19-Pandemie für eine Zwangspause sorgte.

Laut UAC plant der Hersteller nach wie vor 2021 für die Erstauslieferung der MS-21. Dabei soll das Flugzeug auch mit allen vertraglich vereinbarten Spezifikationen ausgeliefert werden. Eine vorübergehende Zulassung mit gedrosselten Betriebslimits wie etwa bei der zulässigen Nutzlast schließt UAC demnach aus.

Erstauslieferung schonmal um drei Jahre verschoben

Es wäre nicht die erste Verspätung der MS-21: 2016 visierte der russische Flugzeugbauer Irkut noch Ende 2018 für die erste Auslieferung an. Die Irkut MS-21 wird es in mindestens zwei Versionen geben: Die MS-21-200 mit 132 bis 165 Plätzen und die MS-21-300 mit 163 bis 211 Sitzen.

Mehr zum Thema

Irkut MS-21: Die Piloten steuern den Jet mit aktiven Sidesticks.

Die Weltpremiere im Cockpit der Irkut MS-21

Bereits im vergangenen Dezember stellte der Hersteller den ersten Prototypen der Il-114-300 vor.

Russland will Flugzeugbau mit neuer Regionalairline ankurbeln

Ilyushin 114-300: Zweiter Anlauf soll nicht wieder ein Flopp werden.

Russland macht vorwärts mit Projekt Il-114

ticker-russland

Russische Airlines und Flughäfen sollen sich besser auf Luftraumsperrungen wegen Drohnen vorbereiten

Video

Bangkok Suvarnabhumi aus der Luft: Der Flughafen soll seine Kapazität verdoppeln.
Der Flughafen Bangkok-Suvarnabhumi soll künftig 120 Millionen Fluggäste pro Jahr abfertigen, doppelt so viele wie heute. Dafür sind ein neues Südterminal und eine vierte Piste geplant. Und schon zuvor soll es eine Erweiterung geben.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Bildschirmfoto 2026-11-04 um 125453
Ein Learjet 60 stürzte fast senkrecht auf eine Straße in Florida, neun Menschen starben. Jetzt wurden Teile des Höhenruders gefunden - bis zu 6,1 Kilometer vom Wrack entfernt.
Laura Frommberg
Laura Frommberg
learjet absturz florida 01
Die US-Unfalluntersuchungsbehörde NTSB hat sich zum tödlichen Absturz des Bombardier Learjet 60 in Florida geäußert. Das sind die Erkenntnisse über die letzten Minuten des Unglücksfluges, der in ein Wohngebiet stürzte.
Timo Nowack
Timo Nowack