Das Heck ist abgetrennt worden.

Japanisches RegionalflugzeugMitsubishi Spacejet lässt milliardenhohen Schuldenberg zurück

Der japanische Industriekonzern beerdigte im vergangenen Jahr das Spacejet-Projekt endgültig. Das Flugzeug wurde verschrottet, die Firma umbenannt, aber die Schulden sind geblieben.

Top-Jobs

LBV Logo

Sachbearbeiter:in Betriebssicherheit

Schönefeld (bei Berlin)
Feste Anstellung
Luftfahrtbehörde
Landesamt für Bauen und Verkehr
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

VIP Flight Attendant (f/m/d) (full time)

Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
LBV Logo

Sachbearbeiter:in Luftaufsicht, Erlaubnisse

Schönefeld (bei Berlin)
Luftfahrtbehörde
Landesamt für Bauen und Verkehr
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
LBV Logo

Sachbearbeiter:in örtliche Luftaufsicht (2 Stellen)

Feste Anstellung
Luftfahrtbehörde
Landesamt für Bauen und Verkehr
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Schönefeld (bei Berlin)

Der erste jemals gebaute Mitsubishi Spacejet wurde im März 2023 in den USA zerlegt. Das war ein fast tragisches Symbol für das endgültige Scheitern des japanischen Regionalflugzeugs. Ewige Verzögerungen, technische Schwierigkeiten und explodierende Kosten führten dazu, dass die Verantwortlichen das Programm im Februar 2023 beendeten.

Nur einen Monat später war auch der Firmenname Geschichte: aus Mitsubishi Aircraft wurde im April des vergangenen Jahres MSJ Asset Management. Nun will der Mutterkonzern, der Technikriese Mitsubishi Heavy Industries, auch dieses Kapitel endgültig beendet. Am 31. März wurde die Auflösung der Firma beschlossen und am 4. Juli beim Bezirksgericht Tokio eine Sonderliquidation beantragt.

3,7 Milliarden Euro Schulden

Doch noch gibt es ein Problem: die Schulden. Laut dem japanischen Luftfahrtportal Aviation Wire drückt MSJ Asset Management eine Schuldenlast von 641,3 Milliarden Yen, was rund 3,7 Milliarden Euro entspricht. Die Summe entspricht fast zwei Drittel der Gesamtausgaben von 1 Billion Yen für das einstige Projekt.

Wo das Geld für die Begleichung der Schulden herkommen soll, ist unklar. Mitsubishi teilte lediglich mit, dass die Situation «bearbeitet» werde. Einer der größten Gläubiger ist der japanische Staat, dessen Erfahrungen mit dem Spacejet die Lust auf ein eigenes Regionalflugzeug offenbar nicht gedämpft haben. Ganz im Gegenteil: Im März dieses Jahres präsentierte das Ministerium für Wirtschaft, Handel und Industrie Meti ein Konzept für ein zukünftiges inländisches Passagierflugzeug, das bis 2035 oder später entwickelt werden soll.

Neuauflage ab 2035

Diesmal setzt man jedoch nicht alles auf eine Karte, wie den gescheiterten Mitsubishi Spacejet. Angesichts des Debakels fördert das Ministerium nun die Kooperation mehrerer Unternehmen, um aus den Fehlern zu lernen und die nächste Generation japanischer Flugzeugtechnologie zu sichern.

Mehr zum Thema

Fertig, Schluss: Der erste Spacejet wird zerlegt.

Hier wird der Stolz Japans verschrottet

Prototyp des Mitsubishi Spacejet im Flug: Wird nichts als eine Erinnerung bleiben.

Mitsubishi begräbt den Spacejet definitiv

Mitsubishi Spacejet M90: Vorerst die einzige Variante.

Mitsubishi legt Projekt des kleinen Spacejets auf Eis

Flughafen Tokio-Haneda mit dem Fuji im Hintergrund: Japanische Airlines sollen sich bei Inlandsflügen künftig abstimmen.

Japan will mit abgestimmten Flugplänen unwirtschaftliche Strecken erhalten

Video

Airbus A350 von Air France nach der Landung in Abidjan: Die Passagiere konnten das Flugzeug über Treppen verlassen.
Kleiner Fehler mit großer Wirkung: Ein Airbus A350 von Air France bog nach der Landung in Abidjan falsch ab und blieb stecken. Er musste aufwändig geborgen werden.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Tu-214 in einer Halle: S7 Airlines steht kurz vor der Bestellung von 100 Exemplaren.
Russlands Fluglinien brauchen dringend neue Flugzeuge. Die beiden größten des Landes, Aeroflot und S7 Airlines, reagieren nun mit Großbestellungen - sie wollen 190 Tupolev Tu-214 und Yakovlev MS-21 ordern.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
vueling airbus a320 mann auf flugzeug
Sicherheitsvorfall am Flughafen Valencia. An dem spanischen Airport ist am Wochenende ein junger Mann auf ein Flugzeug von Vueling geklettert.
Timo Nowack
Timo Nowack