A350 von Airbus: Mit neuer Ultraschalltechnologie Risse in seiner Struktur besser erkennen.

Mit Ultraschall Risse aufspüren

Winzige Risse in den Bauteilen stellen ein Risiko im Bau mit Kohlefaser dar. Nun soll eine Innovation dieses massiv mindern.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
HahnAir

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung
Etihad Job

First Officer A320

Abu Dhabi
Feste Anstellung
Etihad Airways
United Arab Emirates
Vollzeit
Top jobs

Verbundwerkstoffe aus Kohlefaser - leichter, effizienter, billiger sollen sie sein und so auf Dauer die Betriebskosten eines Fliegers senken. Die Flugzeugbauer nutzen das Material daher in immer mehr. So etwa beim Dreamliner von Boeing. Die B787 besteht rund zur Hälfte aus Verbundwerkstoffen. Beim Konkurrenzprodukt A350 von Airbus ist es das gleiche. Doch so hoch die neuen Werkstoffe gelobt werden - sie stellen auch ein Risiko dar. Das zeigte sich schon vor Jahren auf Air-Transat Flug 961. Am 6. März 2005 wird auf dem Weg von Kuba nach Québec das Seitenruder so stark beschädigt, dass der Pilot umkehren und das Flugzeug in Kuba notlanden musste.

Die Untersuchung des beschädigten Teils ergab einen Aufschrei der Flugzeugindustrie. Die Kohlefaserstrukturen des Seitenruders waren durch Frost gesprengt worden. Zuvor hatten sich kleinste, für das Auge unsichtbare Risse gebildet, in die Wasser eingedrungen war. Auf großer Höhe, bei Temperaturen um den Gefrierpunkt, bildete sich darin Eis. Dieses drückte die gesprungenen Teile auseinander und beschädigte das Ruder.

Bisher nur von Hand überprüft

Um so etwas zu vermeiden, überprüft eine Bodencrew das Flugzeug nach den kleinen Rissen - allerdings von Hand und durch Klopfen mit einem kleinen Hammer oder auch nur einer Münze. Anhand der Geräusche erkennen sie dann, ob die Struktur der Kohlefaser beschädigt ist - ein Vorgehen mit dem Risiko von Fehlern. Oft bleiben winzige Schäden unerkannt. Der europäische Luftfahrtkonzern EADS entwickelte nun zusammen mit dem norwegischen Unternehmen Dolphi Tech eine Art Ultraschall-Pistole. Diese kann Schäden der Kohlefaserstruktur dreidimensional abbilden, wie Engadget berichtet. Dabei werden Ultraschallwellen ausgesendet, welche unterschiedlich stark reflektiert werden. Die Schallwellen werden visualisiert. Risse sieht man so viel genauer und die Fehlerquote reduziert sich enorm. Das System soll ab Ende 2012 kommerziell verfügbar sein.

Mehr zum Thema

Bordservice Project Fox: Bei Lufthansa werden die Komponenten nun getrennt erhitzt.

Mehr Gourmet, weniger Toilette: Neuer Lufthansa-Bordservice hat gesperrtes WC zur Folge

Die auf der Nase liegene Boeing 787, vergessener Verriegelungsstift: kleines Teil, großer WIrkung.

Auf Nase gekrachte Boeing 787 von Lufthansa: Der Sicherungsstift lag noch in der Werkzeugkiste

Die nach vorne gekippte Boeing 787 von Lufthansa: Das Heck ragt in den Himmel.

Lufthansa-Dreamliner: Wie lange dauert die Reparatur nach dem Fahrwerksunfall?

Letzter Start ZA004: Jetzt ist die Boeing 787 in Rente.

Boeing mustert letzten Dreamliner-Testflieger aus

Video

midway atoll usfws
Die USA müssten mindestens 100 Millionen Dollar investieren, um den Flughafen des Midway Atolls betriebsbereit zu halten. Etliche Airlines und der Flugzeugbauer Boeing werben für die Investition - obwohl es so gut wie keine Starts und Landungen an dem Airport gibt.
Timo Nowack
Timo Nowack
Feuerwerk und Flugzeug: Keine gute Kombination.
Feuerwerk und Flugzeuge sind keine gute Kombination. Das zeigte sich am Flughafen Mundo Maya in Guatemala, als ein Airbus A320 von Avianca zur Landung ansetzte.
Laura Frommberg
Laura Frommberg
Der neue Honda Jet: Die Maschine heißt ab sofort Echelon.
Der japanische Businessjet-Hersteller vermeldet Fortschritte beim Bau der ersten Echelon-Maschine, muss aber gleichzeitig eine deutliche Verzögerung einräumen. Erstflug und Zulassung verschieben sich um bis zu drei Jahre.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies