Schwarmroboter: So könnten die kleinen Wartungshelfer aussehen.

Rolls-Royce-PläneMini-Roboter sollen Triebwerke warten

Bei der Wartung von Triebwerken will Rolls-Royce in Zukunft vermehrt auf kleine Roboter setzen. An vier Varianten arbeitet der Hersteller.

Top-Jobs

Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung
Etihad Job

First Officer A320

Abu Dhabi
Feste Anstellung
Etihad Airways
United Arab Emirates
Vollzeit
Top jobs
ticker-dfs-deutsche-flugsicherung

Fluglotse (w/m/d)

Deutsche Flugsicherung DFS
Studium
Langen b. Frankfurt
Top jobs
Deutschland
.

Event Manager (m/f, 100%)

Vollzeit
IRF Reputation AG
Basel
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Luftfahrt

Sieht so die Zukunft aus? Rolls-Royce hat Ideen vorgestellt, wie Roboter die Wartung von Triebwerken vereinfachen könnten. Experten des Herstellers haben dazu unter anderem mit den Universitäten Nottingham und Harvard zusammengearbeitet.

Die kleinen Roboter sollen in den Triebwerken zum Einsatz kommen und beispielsweise dafür sorgen, dass Wartungsarbeiten schneller von statten gehen oder möglich sind, ohne die Triebwerke dazu vom Flugzeug abzumontieren. Rolls-Royce sieht das Potenzial, dass «die Kosten für die Wartung sinken und die Verfügbarkeit der Triebwerke steigt».

Vier Roboter-Typen

Rolls-Royce arbeitet an vier Roboter-Ideen:

Schwarmroboter: Eine Gruppe von Robotern mit einem Durchmesser von je etwa zehn Millimetern wird von einem Schlangen-Roboter (siehe unten) im Triebwerk abgesetzt. Sie sind mit Kameras ausgestattet und liefern koordiniert Bilder aus dem Inneren.

Inspektionsroboter: Die stiftgroßen Periskop-Kamera-Roboter werden samt Hitzeschutz permanent im Triebwerk verbaut. Der Flugzeugmotor kann sich mit ihrer Hilfe selber inspizieren und melden, wenn Wartungsbedarf besteht. Die gelieferten Informationen sollen Daten ergänzen, die bisher schon bei Überprüfungen gewonnen werden.

Ferngesteuerte Boreblending-Roboter: Komplizierte Arbeiten wie die Reparatur beschädigter Kompressorschaufeln brauchen zurzeit Fachleute vor Ort. Das Gerät namens Boreblending-Roboter kann von weniger geschulten Mechanikern am Triebwerk installiert werden. Die Reparatur damit erledigt dann der Experte per Fernsteuerung.

Schlangen- oder Flareroboter: Zwei dieser Roboter werden wie Endoskope ins Treibwerk eingeführt. Zusammen reparieren sie beschädigte Wärmedämmschichten.

Unterschiedlicher Fortschritt

Einige dieser Technologien, wie etwa Schwarmroboter sind noch weit davon entfernt, Teil des Alltags zu werden. «Andere wie etwa ferngesteuerte Boreblending-Roboter werden bereits getestet und sollen im Laufe der nächsten Jahre eingeführt werden», so Rolls-Royce.

Sehen Sie alle vier Roboter-Typen in der oben stehenden Bilder- und Videogalerie.

Mehr zum Thema

Anschub: Ohne Triebwerke wären Flugzeuge nur Zeug.

Können Sie diese Flugzeugtriebwerke erkennen?

Triebwerk vom Typ PW1100: In Spanien sind nicht lufttüchtige Ersatzteile gestohlen worden.

Mehr als 600 Triebwerkssteile durch Trick gestohlen - jetzt könnten sie auf den Markt gelangen

Flugzeugtriebwerk: Rolls-Royce Trent 7000 an einem Airbus A330 Neo.

Wie viel wissen Sie über Flugzeugtriebwerke?

A320 von Ural Airlines: Auch bei der Airline kam es kürzlich zu Problemen mit einem Triebwerk.

Russische Fluggesellschaften leiden unter unheimlicher Serie an Triebwerkspannen

Video

Flughafen Gander am 11. September 2001: 38 Großraumflugzeuge strandeten an dem kanadischen Airport.
Nach den Anschlägen vom 11. September 2001 sperrten die USA ihren Luftraum. Fast 240 Flugzeuge auf dem Weg ins Land konnten nicht mehr umkehren. Kanada nahm sie auf – und musste innerhalb weniger Stunden Zehntausende gestrandete Reisende unterbringen und versorgen.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
regent viceroy first flight
Der amerikanische Hersteller Regent will seine Seegleiter in Küstenregionen in aller Welt liefern. Jetzt hat das Bodeneffektfahrzeug Viceroy erstmals einen bemannten Flug absolviert. Und die Zulassung verläuft anders als bei einem Flugzeug.
Timo Nowack
Timo Nowack
eurowings training center dus
Eurowings und Lufthansa Aviation Training haben ein Ausbildungszentrum eröffnet: In Düsseldorf üben Flugbegleiterinnen und Flugbegleiter künftig, wie sie eine verrauchte Kabine evakuieren, einen bewusstlosen Piloten retten und eine Axt benutzen. aeroTELEGRAPH erhielt einen ersten Einblick ins neue Crew Training Center und sprach mit den Trainerinnen und Trainern.
Timo Nowack
Timo Nowack