Aufruf der Hinterbliebenen: Sie fordern, dass die Sucher nach Flug MH370 weitergeht.

Verschollenes Flugzeug«Hoffen, dass die Suche nach MH370 weitergeht»

Vor zwei Jahren verschwand die Boeing 777 von Malaysia Airlines spurlos. Im Interview erklärt eine Tochter, deren Mutter auf Flug MH370 war, wie sie mit der Ungewissheit umgeht.

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Luftfahrt

Am 8. März 2014 um 1:21 Uhr Ortszeit verschwand Flug MH370 vom Radar. Seither gibt es von der Boeing 777-200 von Malaysia Airlines keine Klarheit bringende Spur. Hinter den Angehörigen liegen zwei bange Jahre der Ungewissheit. Eine von ihnen ist Grace Nathan. Ihre Mutter befand sich auf der Unglücksmaschine. Heute engagiert sich die junge Malaysierin in der Hinterbliebenen-Vereinigung Voice 370. aeroTELEGRAPH hat sich mit ihr über das Unglück und die schwierige Zeit danach unterhalten.

Wie haben Sie vor zwei Jahren von diesem Ereignis erfahren, das Ihr Leben verändern sollte?

Grace Nathan: Ich war damals in England und bekam um ein Uhr nachts einen Anruf von meinem Vater. Wir wussten da noch nicht, was mit dem Flugzeug passiert war. Wir wussten nur, dass es nicht in Peking angekommen war.

Was war für Sie und andere Hinterbliebene das Schwierigste in diesen zwei Jahren?

Das Fehlen von Informationen! Es ist schwierig das Ganze zu akzeptieren, weil wir auch nach zwei Jahren noch immer nicht wissen, was mit dem Flugzeug passiert ist. Wie kann man etwas akzeptieren, das es nicht gibt? Ich vermisse meine Mutter und ich weiß nicht wo sie ist und ob sie je wieder zurückkehrt oder gefunden wird. Mein Verstand kann es immer noch nicht als Verlust akzeptieren.

Haben Sie noch immer Hoffnungen zu erfahren, was passiert ist?

Natürlich! Ich weiß nicht wie ich leben könnte, wenn ich nie erfahren würde, was genau an Bord von Flug MH370 passiert ist.

Die Behörden denken aber daran, die Suche nach MH370 aus Kostengründen im Sommer einzustellen.

Wir wissen das und hoffen ernsthaft, dass die Suche weitergeht. Wir bitten alle Länder, die Passagiere an Bord von Flug MH370 hatten, mehr Geld und Ressourcen bereitzustellen, damit die Suche weitergehen kann. Und wir hoffen, dass reichere Länder die Suche finanziell unterstützen.

Glauben Sie, dass Sie Erfolg haben werden?

Die ganze Welt und alle künftigen Flugpassagiere werden davon profitieren, wenn man das Flugzeug findet. Man wird das Wrack analysieren und so feststellen können, was in der Nacht des 8. März 2014 geschah. Wenn wir dieses Rätsel nicht lösen, wie können wir dann ähnliche Fälle in Zukunft verhindern?

Was glauben Sie persönlich, was mit Flug MH370 geschehen ist?

Ich mache mir diese Überlegungen nicht, weil mich das verletzt. Wenn ich darüber nachdenke, bleiben ganz viele unbeantwortete Fragen zurück. Das schmerzt mehr als dass es mir hilft.

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