Letzte Aktualisierung: um 9:03 Uhr
Partner von  

MH370: Ist die Boeing noch ganz?

Inzwischen suchen U-Boote nach dem Wrack von MH370. Einige Wissenschaftler vermuten, dass sie in mehreren Kilometern Tiefe ein intaktes Flugzeug finden.

Bluefin

Unterwasserroboter von Bluefin: Findet er die Trümmer?

Technische Probleme hatten bei den ersten beiden Suchmissionen zum verfrühten Abbruch geführt. Nun hat das U-Boot, welches die Trümmer von MH370 am Meeresgrund des indischen Ozeans finden soll, zum ersten Mal eine volle, 16-stündige Suchaktion durchgeführt. Gefunden hat die Bluefin 21 am Meeresgrund allerdings nichts. Gleichzeitig ging der laut malaysischen und australischen Medien letzte Tag der Suche über Wasser zu Ende. Dass noch irgendetwas auf dem Ozean treibt, halten inzwischen fast alle Experten für unwahrscheinlich.

Doch was Theorien über den Zustand des Wracks angeht, ist noch lange keine Ruhe. Ein malaysischer Professor vermutet nun, dass das Wrack der Boeing 777, die im März spurlos verschwand, sich am Grund des Ozeans befindet – und noch ganz intakt ist. «Wenn man alle bisherigen Daten auswertet und anerkennt, dass bisher kein einziges Trümmerteil gefunden wurde, dann ist es sehr wahrscheinlich, dass das Flugzeug noch ganz ist», so Professor Mohd Fadzil Mohd Akhir von der Universiti Malaysia Terengganu.

«Man hätte etwas bemerkt»

«Wenn der Flieger beim Aufschlag aufs Wasser zerbrochen wäre, auch wenn es nur zwei Teile sind dann hätte man irgendetwas bemerkt», erklärt er weiter gegenüber dem Nachrichtensender Asiaone. «Zumindest Schwimmwesten oder so etwas wäre auf dem Meer herum getrieben.» Fadzil ist Ozeanograph und erklärter Experte für den Indischen Ozean. Er hat gemeinsam mit australischen Kollegen Tonnenweise Daten über Flug MH370 ausgewertet.

Doch wirklich wahrscheinlich ist die Theorie laut anderen Experten nicht. Wenn der Boeing 777 tatsächlich das Kerosin ausging, könnte sie in einem sehr steilen Winkel ins Meer gestürzt sein. Dabei wären wohl die Tragflächen abgerissen worden. Der Rumpf wäre innerhalb von Sekunden dreißig oder vierzig Meter in die Tiefe getaucht und wäre von dort noch weiter gesunken, schreibt die Nachrichtenagentur AP unter Bezugnahme auf Experten. Trümmer könnten deshalb spärlich sein.

Flaches Aufsetzen unwahrscheinlich

Wenn die Maschine aber flacher auf dem Wasser aufgesetzt haben sollte, könnte sie großen Schaden genommen haben. Doch das ist unwahrscheinlich. Das Wunder vom Hudson ist eben ein Wunder, weil gelungene Wasserungen sehr selten vorkommen. Vor allem auf dem Meer, wo die Wellen hoch gehen, sind sie kaum möglich.



Die Redaktion behält sich das Recht vor, Kommentare zu moderieren und zu kürzen. Kritische Diskussionen sind willkommen. Beschimpfungen oder Kommentare mit rassistischem, sexistischem, themenfremdem, rein politischem, beleidigendem oder rein polemischem Inhalt hingegen werden entfernt. Es besteht kein Recht auf Veröffentlichung. Über die Entscheide der Moderatoren wird keine Korrespondenz geführt.