Geparkte Germania-Jets in Münster: Viele Investoren zeigen Interesse.

BuchprüfungMehr als zehn Interessenten schauen sich Germania an

Der Insolvenzverwalter sieht gute Chancen für einen Verkauf der bankrotten deutschen Fluglinie. Die neue Germania würde aber deutlich kleiner.

Top-Jobs

bwlv

Fluggerätmechaniker (m/w/d)

BWLV-Motorflugschule Hahnweide
Vollzeit
Kirchheim/Teck
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Flugschule
Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Hahnair Logo

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung

Germania liegt derzeit im künstlichen Koma. Der vorläufige Insolvenzverwalter Rüdiger Wienberg hält die Fluglinie betriebsbereit, um die Slots behalten zu können. Dazu braucht es einsatzbereite Flugzeuge, Crews und laufende Wartung. Der Jurist weiß: Sind Start- und Landerechte an Flughäfen, sowie Flieger und Personal weg, lässt sich das insolvente Unternehmen kaum mehr verkaufen.

Offenbar zahlt sich die Strategie bisher aus. Es gebe über 30 Interessenten für Germania, teilte Wienberg am Donnerstag (14. Februar) mit. Mehr als zehn davon hätten schon «eine Vertraulichkeitsvereinbarung unterzeichnet und prüfen aktuell die Zahlen und Daten des Unternehmens», so der Berliner Anwalt. Es seien vor allem strategische Investoren aus der Branche.

Noch 22 Flugzeuge

Sollte der Verkauf gelingen – und das ist trotz Zweckoptimismus des Insolvenzverwalters nicht sicher – würde die neue Germania aber kleiner sein als die alte. Eine Konzentration auf lukrative Strecken mit einer reduzierten Flotte sei das wahrscheinlichste Szenario, so Wienberg. «Nicht alle Germania-Strecken waren ein Verlustgeschäft.»

Aktuell besteht die Flotte der insolventen deutschen Fluglinie noch aus 22 Flugzeugen. Leasinggesellschaften haben erst fünf Maschinen zurückgeholt, wie der Jurist erklärt. Vor Kurzem wies Germania selbst aber noch einen Flugzeugpark von 32 Fliegern aus.

Mehr zum Thema

Flieger von Germania: Sie müssen vorerst alle zwei Wochen in die Luft.

Verwalter hält Germania im künstlichen Koma

Abschiedsfoto von Germania-Mitarbeitern in Nürnberg: «Vorschnell sollte eine Kündigung nicht angenommen werden.»

Wie es jetzt für die Germania-Mitarbeiter weitergeht

Emirates und Dubai: Zwei Schwergewichte der Luftfahrt, die zuletzt Passagiereinbrüche verzeichneten.

Wer zählt am meisten Passagiere?

ticker-atc

Europas Luftverkehr erreicht erneut Rekordniveau: 37.640 Flüge an einem Tag

Video

Ex-Swissair-Sprecher Urs Peter Naef: «»
Als die Nachricht vom Absturz vor Halifax eintraf, war das Krisenhandbuch der Swissair-Kommunikationsabteilung noch nicht fertig. Medienverantwortlicher Urs Peter Naef musste improvisieren – und zugleich die Angehörigen vor aufdringlichen Medien schützen. Seine wichtigste Lehre aus der Katastrophe: «Steh zu dem, was passiert ist, und zeig Flagge.»
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier
Kälin
Mit der Rückkehr der Angehörigen aus Kanada war die Arbeit für die Swissair längst nicht beendet. Persönliche Gegenstände mussten zurückgegeben, Gedenkveranstaltungen organisiert und Familien weiter begleitet werden. Der Ehemalige Finanzchef Walter Kälin blickt auf die Herausforderungen zurück – und erklärt, wie die Erfahrungen von damals die heutige Krisenbetreuung prägen
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier
Ex-Swissair-Personalchef Matthias Mölleney zum Unglück von Flug SR1111: «...»
Als Flug SR111 von Swissair vor Halifax abstürzte, war Matthias Mölleney erst seit 95 Tagen Personalchef der Airline. Plötzlich musste er die Angehörigen und Mitarbeitenden betreuen und zugleich den Flugbetrieb aufrechterhalten. Fast drei Jahrzehnte später erinnert er sich an die schwersten Tage seiner Karriere – und an die Lehren für das spätere Grounding.
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier