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Meer Express

Neue Airline verbindet Ruhrpott mit deutschen Inseln

Statt mit Auto und Schiff sollen Touristen aus dem Ruhrgebiet künftig mit einer Cessna auf die Ostfriesischen Inseln kommen. Die neue Fluglinie Meer Express startet im März.

Tuifly-Pilot Simon Huthwelker hatte keine Lust mehr, seinen Urlaub auf den Ostfriesischen Inseln mit einer stundenlangen Anreise per Auto und Fähre zu beginnen. Daher fing der Vater von fünf Kindern aus der kleinen Ruhrgebietsstadt Datteln vor dreieinhalb Jahren an, eine Alternative aufzubauen: eine eigene kleine Fluggesellschaft. Und das mit Erfolg.

Seit September nimmt Huthwelkers Airline namens Meer Express Buchungen an. Ab Ende März bis Anfang November 2021 geht es mit einer Cessna 208 Caravan und bis zu neun Passagieren zu den Nordseeinseln Norderney und Juist – montags ein Mal, mittwochs bis sonntags zwei Mal pro Tag und dienstags gar nicht. Abflughafen ist der Flugplatz Schwarze Heide in der Gemeinde Hünxe, rund 45 Kilometer nördlich vom Airport Düsseldorf.

Kopiloten-Sitz bei Buchung besonders beliebt

«Zu Beginn werden wir die Morgen-Rotation im Dreieck über Norderney nach Juist fliegen», sagt Huthwelker. Meer Express führt den Flugbetrieb dabei nicht selber durch, sondern die Firma Itzehoer Airservice IAS, die ein Luftverkehrsbetreiberzeugnis hat (im Englischen Air Operator Certificate oder kurz AOC). Das Partnerunternehmen stellt Flugzeug und Piloten. «Vom 25. März bis zum 2. November wird die Cessna 208 Caravan mit dem Kennzeichen D-FUNK am Flugplatz Schwarze Heide stationiert», so der 42-jährige Chef von Meer Express.

Huthwelker wird seinen Hauptberuf als Tuifly-Pilot fortführen, aber auch gelegentlich selber die Cessna Richtung Nordsee steuern. Was die aktuelle Buchungslage angeht, sagt der Meer-Express-Gründer: «Im Moment läuft es super.» Und das trotz Covid-19-Pandemie. Besonders beliebt sei der Kopiloten-Sitz, der gegen Aufpreis zu haben ist, so Huthwelker. Mancher Kunde habe auch eine Rundreise aus Hin- und direktem Rückflug reserviert.

Weitere Inseln und Abflugplätze im Visier

Die Kabine der Cessna wird nach jedem Flug desinfiziert. Den Passagieren bietet Meer Express FFP2-Masken an und auf Wunsch Handschuhe. «Bei nur sieben Passagieren ist auch eine 1-1-Bestuhlung möglich», so Huthwelker. «Außerdem hat IAS auch noch eine Cessna Grand Caravan, in der neun Reisende eh 1-1 sitzen.» Auch deren Nutzung sei eine Option.

Sollte das Geschäft gut anlaufen, will der Meer-Express-Chef künftig weitere Inseln ansteuern und auch zusätzliche Abflughäfen in Nordrhein-Westfalen nutzen. «Ziel ist es außerdem, eine eigenen Cessna Caravan anzuschaffen», sagt Huthwelker. Sollte es eine elektrisch betriebene Variante geben, wie sie derzeit getestet wird, wäre dies die erste Wahl.

In der oben stehenden Bildergalerie erfahren Sie mehr über Meer Express.



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