Letzte Aktualisierung: um 21:50 Uhr
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Mann springt auf Vorfeld und jagt Flug hinterher

Ein Passagier von Ryanair kam in Madrid zu spät ans Gate. Er wollte nicht akzeptieren, dass sein Flug ohne ihn abfliegen sollte und rannte los. Die Sache hat ein Nachspiel.

«Letzter Aufruf für Flug XYZ». Diese Durchsage kennt man von Flughäfen. Und jeder weiß wohl, was das bedeutet: Rennen! Für einen Passagier von Ryanair am Flughafen Madrid Barajas war es aber alles vergebens. Als er vergangenen Freitag (5. August) am Flugsteig ankam, war das Gate bereits geschlossen. Die Mitarbeitenden ließen ihn nicht mehr an Bord.

Doch damit gab sich der Mann nicht zufrieden. Er löste offenbar einen Feueralarm aus und nutze die darauf folgende Unruhe aus, um doch noch in die Fluggastbrücke zu gelangen. Das Flugzeug war da aber bereits weggerollt. Auch das hielt den Mann nicht auf. Er sprang die rund 2.70 Meter aufs Vorfeld herunter. Dort wollte er einen Gepäckfahrer überreden, ihn doch mitzunehmen. Erfolglos.

Zuerst am falschen Flieger

Auch da gab der Unbekannte nicht auf, der Laptoptasche und ein Handkoffer mit sich trug. Er rannte übers Vorfeld und seinem Flugzeug hinterher. Zuerst erwischte er noch das falsche Flugzeug von Ryanair. Verdutzte Bodenmitarbeiter klärten ihn dann auf und der wilde Passagier rannte weiter. Ryanair bestätigte den Zwischenfall gegenüber der Zeitung El Mundo und stufte ihn als «grobe Verletzung der Sicherheitsvorkehrungen» ein.

Gebracht hat es ihm weig. Die Polizei verhaftete den Mann auf dem Vorfeld*. Er wird angeklagt.

Wie kann so etwas passieren?

Fragen wird sich auch der Flughafen Madrid Barajas gefallen lassen müssen. Wie kann es sein, dass jemand so viele Sicherheitsvorkehrungen einfach überrennt?

* In einer ersten Version stand hier, der Mann sei noch an Bord gelassen worden. Dies schrieb die spanische Presse aufgrund Aussagen des Flughafenbetreibers. Das ist aber nicht korrekt, wie Ryanair festhält. Darum haben wir den Artikel an dieser Stelle angepasst.



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