Kerguelen-Inseln: Im Indischen Ozean gibt es viele Eilande, aber kaum Radarabdeckung.

MH370: Problem Indischer Ozean

Seit mehr als neun Tagen ist Flug MH370 verschwunden. Als letzte Position wird der Indische Ozean vermutet. Dort kann ein Flugzeug besonders gut verschwinden.

Top-Jobs

bwlv

Fluggerätmechaniker (m/w/d)

BWLV-Motorflugschule Hahnweide
Vollzeit
Kirchheim/Teck
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Flugschule
Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Hahnair Logo

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung

Wie kann ein großes Flugzeug wie eine Boeing 777 einfach so spurlos verschwinden? Diese Frage beschäftigt seit mehr als einer Woche Menschen auf aller Welt. Immer wieder hieß es, man habe Teile des Wracks erspäht. Immer wieder erwies es sich als Falschmeldung. Auch ein Absturzort von Flug MH370 wurde bislang nicht gefunden. Sollte die Boeing aber tatsächlich über dem Indischen Ozean verunfallt sein, dann könnte allein diese Tatsache eine Erklärung auf die Frage bieten, warum man den Flieger nicht findet.

Der Indische Ozean ist nämlich einer der abgelegensten Orte der Welt. Weder Radar noch Satelliten decken ihn vollends ab. «In den meisten Teilen Westaustraliens und eigentlich im ganzen Gebiet des Indischen Ozeans gibt es kaum Radar-Abdeckung», erklärte eine Quelle aus der australischen Küstenwache zur Nachrichtenagentur Reuters. «Wenn irgendwas sich mehr als 100 Kilometer vor der Küste abspielt, bekommt man es nicht mit.» Der zivile Luftfahrtradar geht nur rund 200 nautische Meilen weit bis vor die Küste - und er wird nur genutzt, wenn sich Flieger dem Land bewusst nähern.

Riesige Wasserfläche

Inzwischen glauben die Ermittler, dass Flug MH370 südlich in den Indischen Ozean geflogen sein könnte. Und das ist ein Problem. Es ist eine riesige Wasserfläche, unterbrochen nur von kleinen Inselgruppen. Dazu gehören die Weihnachtsinseln, die Kerguelen-Inseln oder die Cocos Inseln. Von ihnen aus geht keine Radarabdeckung des Meeres aus. Schiffe nehmen in der Regel Routen, die nah an den Küsten entlang führen. Auch deshalb kann es gut sein, dass noch keines den Fund von Wrackteilen gefunden hat.

Australien hätte eigentlich die nötige Radar-Technik, um auch das kritische Gebiet abzudecken, heißt es bei Reuters. Doch die, so berichten lokale australische Medien, nutze man in der Regel nur, um illegale Einwanderer zu orten, die auf dem Seeweg ins Land wollen. Staatliche Satelliten besitzt das Land nicht.

Tiefes Meer

Je länger sich das Ganze hinzieht, desto schwieriger dürfte es werden. Inzwischen dürften sich die Wrackteile weit über das Meer verteilt haben.

Und die See ist im südlichen Indischen Ozean mit durchschnittlich 3700 Metern so tief, dass auch die Suche nach der Blackbox schwierig werden dürfte. Bei Air France Flug Af447 dauerte es fast zwei Jahre, bis man sie fand. Das Wrack des Airbus A330 lag auf 3800 bis 4000 Metern unter Meer.

Mehr zum Thema

ticker sin-kung airways

Sin-Kung Airways startet Frachtbetrieb

Piloten von Air Asia: Künftig sollen sie viel weiter fliegen.

Air Asia beglückt Airbus mit Order für bis zu 70 A321 XLR - und plant globales Wachstum

ticker-malaysian-airlines

Im Bild: Malaysia Airlines präsentiert Airbus A330 mit Manchester-United-Sonderlackierung

Boeing 737 Max über Kuala Lumpur: Malaysia Airlines ordert Nachschub.

Malaysia Airlines gibt Airbus einen Korb - bis zu 60 weitere Boeing 737 Max bestellt

Video

airbus a350 f erstflug 01
Am Dienstag ist der Airbus-A350-Frachter zum ersten Mal abgehoben. Ende 2027 will der Flugzeugbauer den ersten A350 F aus der Serienproduktion ausliefern. Zwei Kunden kommen für die Premiere infrage.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Timo Nowack
Timo Nowack
Ex-Swissair-Sprecher Urs Peter Naef: «»
Als die Nachricht vom Absturz vor Halifax eintraf, war das Krisenhandbuch der Swissair-Kommunikationsabteilung noch nicht fertig. Medienverantwortlicher Urs Peter Naef musste improvisieren - und zugleich die Angehörigen vor aufdringlichen Medien schützen. Seine wichtigste Lehre aus der Katastrophe: «Steh zu dem, was passiert ist, und zeig Flagge.»
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier
Kälin
Mit der Rückkehr der Angehörigen aus Kanada war die Arbeit für die Swissair längst nicht beendet. Persönliche Gegenstände mussten zurückgegeben, Gedenkveranstaltungen organisiert und Familien weiter begleitet werden. Der Ehemalige Finanzchef Walter Kälin blickt auf die Herausforderungen zurück – und erklärt, wie die Erfahrungen von damals die heutige Krisenbetreuung prägen
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier