Lufthansa-Piloten im Flugsimulator: Kündigungen sollen vermieden werden.

LufthansaPiloten verzichten auf Lohn - wollen aber etwas dafür

Die Vereinigung Cockpit bietet Lufthansa weitere Einsparungen bei den Piloten an. Doch es gibt eine Bedingung.

Top-Jobs

Goldeck Logo

Kapitän Pilatus PC-12NGX (f/m/d)

Goldeck-Flug Gesellschaft m.b.H.
Vollzeit
Top jobs
Wien / Wiener Neustadt
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation
Sparfell Logo

Captain/First Officer Embraer 550 / Legacy 500 (m/f)

SPARFELL Luftfahrt GmbH
Vollzeit
Vienna
Top jobs
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation

Erstmals in der Geschichte der Lufthansa gibt es auch im Cockpit Kurzarbeit. Allerdings sind laut der Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit weitere Einsparungen nötig. «Die Ende März mit der Vereinigung Cockpit vereinbarte Senkung der Personalkosten in der Kurzarbeit um angestrebte 50 Prozent reicht nicht aus, um die Fluglinie durch eine Krise ungewisser Länge zu bringen», schreibt sie am Dienstag (30. April).

Die Piloten von Lufthansa, Lufthansa Cargo, Lufthansa Aviation Training und Germanwings seien bereit, weitere Sparmaßnahmen zu unterstützen, heißt es weiter. «Wir haben deshalb dem Konzernvorstand neben einer kurzfristig wirkenden zusätzlichen Absenkung des Kurzarbeitsgeldes eine signifikante Lohnkostenreduzierung bis zum 30. Juni 2022 angeboten», sagt Vereinigung-Cockpit-Präsident Markus Wahl. Für den einzelnen Piloten bedeute dies ein bis zu 45 Prozent niedrigeres Gehalt gegenüber den vergangenen Jahren.

«Arbeitsplätze erhalten Kündigungsschutz»

Die Zugeständnisse würden sich auf gut 350 Millionen Euro belaufen, rechnet die Gewerkschaft vor. Es gibt aber eine Bedingung: «Voraussetzung für das Angebot ist, dass sich der Konzernvorstand im Gegenzug zu seinen Mitarbeitern bekennt und alles tut, um die Krise gemeinsam mit diesen sozialpartnerschaftlich zu überwinden.» Ein Schutzschirmverfahren erfülle diese Anforderungen nicht. «Wichtig ist, dass die Arbeitsplätze erhalten bleiben und ein Kündigungsschutz vereinbart wird», sagt Wahl.

Einen Kündigungsschutz zur akzeptieren, wird für Lufthansa aber wohl vor allem bei Germanwings schwierig. Sie will die Tochter schließen. Auch insgesamt plant die Lufthansa-Gruppe, ihre Flotte um rund 100 Flugzeuge zu reduzieren. Daraus ergibt sich laut Lufthansa-Chef Carsten Spohr rechnerisch ein Überhang von etwa 10.000 Mitarbeitenden.

Mehr zum Thema

Boeing 747 von British Airways: Bis zu 12.000 Jobs in Gefahr.

Jetzt bauen Europas Airlines Zehntausende Jobs ab

Germanwings jet: On 7 April 2020, Lufthansa announced that the subsidiary's flight operations would be terminated.

Lufthansa macht Germanwings dicht

Bombardier CRJ 900 der Ciytline: Saarbrücken wird die temporäre Heimat.

Hier parkt Lufthansa die Flugzeuge von Cityline

Lufthansa Aviation Center in Frankfurt: Hier werden überproportional Stellen wegfallen.

So soll der Riesen-Stellenabbau bei Lufthansa ablaufen

Video

Canadair CL-415 beim Wasser tanken: Das Flugzeug ist Teil des EU-Katastrophenschutzes.
Während in Frankreich, Spanien und Italien Zehntausende vor den Flammen fliehen, mobilisiert die EU ihre Löschflugzeugflotte Resc EU. Doch die Maschinen sind im Schnitt über 30 Jahre alt. Ersatz ist bereits bestellt, kommt aber erst 2028.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
delta kapitaen verlaedet gepaeck
Der Flug ab Atlanta hatte schon Verspätung und es war nur ein Mitarbeiter da, um das Gepäck ins Flugzeug zu laden. Da stieg ein Pilot von Delta Air Lines aus und packte mit an.
Timo Nowack
Timo Nowack
Der Airbus A350-1000 ULR mit der Kennung F-WULR ist um 10:43 Ortszeit zum ersten Mal auf australischem Boden gelandet.
Ohne Passagiere, aber mit über tausend Sensoren an Bord, ist der erste Airbus A350-1000 ULR für Qantas Project Sunrise in Melbourne gelandet. Der Testjet legte die Strecke von Toulouse in nicht ganz 20 Stunden zurück, noch in unlackierter Green Livery.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies