Letzte Aktualisierung: um 23:08 Uhr

Joint Venture gegründet

Lufthansa und Fraport starten Münchener Modell light

In München betreiben die Fluggesellschaft und der Airport gemeinsam ein Terminal. So weit geht man in Frankfurt noch nicht. Ein Gemeinschaftsunternehmen soll aber für Reisende zu weniger Wartezeiten führen.

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Fraport

Flughafen Frankfurt: Passagierströme sollen optimiert werden.

Die Pläne gibt es schon seit einer Weile. Bereits im Mai 2020 erklärte Fraport-Chef Stefan Schulte, man wolle mit Lufthansa enger zusammenarbeiten und «in den kommenden Wochen» ein Gemeinschaftsunternehmen gegründen. Aus Wochen wurden Jahre. Doch jetzt ist es tatsächlich passiert.

Die Airline und der Flughafen haben gemeinsam ein Joint Venture gegründet. Fra Alliance heißt das Gemeinschaftsunternehmen, an dem Fraport und Lufthansa mit je 50 Prozent beteiligt sind. In München unterhält Lufthansa bereits ein Joint Venture mit dem dortigen Flughafen, gemeinsam betreiben sie das Terminal 2.

Erst einmal der Service

Doch zunächst geht es in Frankfurt noch nicht so weit. Dort geht es laut einer Mitteilung erst einmal um die «Verbesserung der Serviceleistungen im Terminal 1 am Flughafen Frankfurt». Ziel sei es, die Produkt- und Servicequalität zu verbessern.

Ein bisschen klingt es, als sei das Gemeinschaftsunternehmen auch dazu da, einen Sommer wie den vergangenen zu vermeiden. Reisende an vielen deutschen Airports – auch Frankfurt – mussten viel Geduld mitbringen. Lange Warteschlangen an den Sicherheitskontrollen und teils auch am Check-in führten immer wieder zu Problemen.

Weniger lange Umsteigezeiten

Das wollen Lufthansa und Fraport unter anderem mit einer neuen Funktion in der Lufthansa-App verbessern. Reisende erhalten eine in Echtzeit verfügbare Information über die aktuellen Wartezeiten an den Luftsicherheitskontrollen, teilen die Unternehmen mit. So könnten Fluggäste ihre Zeit besser einteilen und die Reise besser planen.

Zudem wollen Lufthansa und Fraport in einem weiteren Projekt Passagierströme analysieren und optimieren. Für rund eine Million Fluggäste im Jahr werde sich so die Umsteigezeit reduzieren, weil doppelte Sicherheitskontrollen, die es beim Transit teils noch gibt, entfallen würden.