Lufthansas Billigairline ab 2013

Die deutsche Fluggesellschaft verrät die ersten Details zu ihren Plänen einer neuen Billigairline. Sie überrascht dabei so manchen.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Principal Engineer - Flight Physics Simulation

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
aaa aviation academy austria logo

ATO Training Expert (m/f/d)

Aviation Academy Austria
Vollzeit
Neusiedl am See
Top jobs
Österreich
Feste Anstellung
Flugschule
Pilatus Logo

Head of Mechanical Final Assembly PC-12 (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Lizenzierter Luftfahrzeugmechaniker Experimental Shop (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller

Niederlage für Berlin: Auch die neue Billigfluggesellschaft der Lufthansa wird ihre Basis in Köln haben, so wie bisher Germanwings. Das gab der Konzern heute Mittwoch (19. September) bekannt. Die neue Airline entsteht aus der Zusammenführung von Germanwings und den Direct Services - also allen Direktflugverbindungen in Europa, die sich außerhalb der Drehkreuze Frankfurt und München abspielen. Schon ab Januar soll die neue Gesellschaft mit der Flotte von Germanwings (32 Airbus A319-100) und den Direct Services fliegen, erklärt Lufthansa in einer Medienmitteilung. Außerdem sollen auch die Flugzeuge von Eurowings (23 Bombardier CRJ 900) für die neue Airline fliegen. Insgesamt rund 90 Maschinen stark sei damit die Flotte. Einen Namen nennt Lufthansa in der Medienmitteilung noch nicht. Eine Entscheidung darüber werde man in den nächsten Monaten fällen. Länger schon wird spekuliert, dass die Airline Direct4u heißen soll, bestätigt wurde das aber noch nicht.

Die neue Fluglinie soll schon im ersten Jahr rund 18 Millionen Passagiere transportieren. Lufthansa verspricht sich von der Bündelung erhebliches Effizienzpotential. «Unser Ziel ist, diese Verkehre unter dem Dach einer Gesellschaft wieder profitabel zu fliegen», so Konzernchef Christoph Franz. Außerdem versichert er: «Unsere Mitarbeiter in diesen Bereichen haben die Perspektive auf sichere Arbeitsplätze in einem Unternehmen der Lufthansa-Gruppe.» Zu Konditionen und Löhnen wurden indes noch keine Details bekannt gegeben.

Standort überrascht

Die Pläne für eine neue Billigairline stießen seit ihrem ersten Bekanntwerden auf Kritik. Arbeitnehmervertreter fürchteten sich vor einem niedrigeren Tarif bei der Billigtochter als bei der Mutter Lufthansa. Die Gewerkschaft Ufo schätzt, dass die Löhne der Germanwings-Flugbegleiter etwa 40 Prozent unter denen von Lufthansa liegen. Mit dem Schritt würden etwa 2000 Flugbegleiter zur neuen Airline gehören. Unter der Hand ist auch dies ein Thema, welches Flugbegleiter und Lufthansa in Schlichtungsgesprächen nach den Streiks der vergangenen Wochen nun angehen.

Dass der Sitz in Köln Bonn bleibt, überrascht einige Branchenexperten . Drei Standorte hatte die Lufthansa für die Ansiedlung ihrer neuen Tochter geprüft. Neben Köln-Bonn wurden auch Düsseldorf und Berlin als mögliche neue Basis für die Airline gehandelt. Die Bundeshauptstadt lockte mit besonderem Einsatz. Berlin hätte staatliche Fördermittel nutzen können, um den Billigflieger zu umgarnen. Bis zu 20 Prozent der Investitionskosten der Airline hätten laut Medienberichten betroffen sein können. Doch davon war man offenbar bei Lufthansa nicht beeindruckt. Für Köln ist die Germanwings ein wichtiger Arbeitgeber. Dementsprechend groß ist auch die Erleichterung am Airport: «Die Entscheidung für den Standort Köln ist sowohl für den Flughafen als auch für die gesamte Region von großer Bedeutung», so Geschäftsführer Michael Garvens. Damit blieben nicht nur die vorhandenen Arbeitsplätze erhalten, sondern viele neue Arbeitsplätze würden hinzukommen.

Mehr zum Thema

Emirates und Dubai: Zwei Schwergewichte der Luftfahrt, die zuletzt Passagiereinbrüche verzeichneten.

Wer zählt am meisten Passagiere?

ticker-atc

Europas Luftverkehr erreicht erneut Rekordniveau: 37.640 Flüge an einem Tag

Airbus A330 von Sir Lankan Airlines in Colombo: Die Fluglinie will mehr Langstreckenjets.

Sri Lankan Airlines will forsch wachsen - doch es fehlen Flugzeuge

Ryanair: Wie viele Flugzeuge hat die Airline-Gruppe?

Können Sie diese Falschaussagen über die Luftfahrt aufdecken?

Video

Business Class Centre Seats
Teilweise wird sie in Airbus A350-900 und A350-900 ULR nachgerüstet, ganz kommt sie später in der Boeing 777-9 zum Einsatz: die neue Langstreckenkabine von Singapore Airlines. Wir zeigen, was das neu vorgestellte Produkt ausmacht.
Peter Pfänder
Peter Pfänder
Die ehemalige D-AICD: Sie hat ihren Standplatz verlassen.
Seit Anfang 2022 steht am Flughafen Düsseldorf ein ehemaliges Condor-Flugzeug. Nun wurde der 28 Jahre alte Airbus A320 von seiner Position weggeschleppt. Denn der geheimnisvolle Eigentümer lässt prüfen, ob der Jet wieder abheben kann.
Timo Nowack
Timo Nowack
Bangkok Suvarnabhumi aus der Luft: Der Flughafen soll seine Kapazität verdoppeln.
Der Flughafen Bangkok-Suvarnabhumi soll künftig 120 Millionen Fluggäste pro Jahr abfertigen, doppelt so viele wie heute. Dafür sind ein neues Südterminal und eine vierte Piste geplant. Und schon zuvor soll es eine Erweiterung geben.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies