Lufthansa-Kabine: Bald Gruppenweite Entscheidungen

Weniger Freiheit für Swiss und AUA

Die Fluggesellschaften der Lufthansa-Gruppe verlieren ein weiteres Stück Autonomie. Entscheide über die Gestaltung der Kabinen fallen künftig zentral.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Systems Engineer - Electrical Focus

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Lizenzierter Luftfahrzeugmechaniker (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Luftfahrzeugmechaniker Flugbetrieb (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Teamleiter Montage & Support (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller

Rund 10 Millionen Euro pro Jahr soll der neue Schritt der Lufthansa an Einsparungen bringen. Die Töchter Austrian, Brussels, Germanwings und Swiss fällen ihre Entscheidungen über die Kabinenausstattungen künftig nicht mehr selbstständig, sondern gemeinsam mit der Mutter. Laut einem Bericht im Lufthansa-Mitarbeitermagazins Lufthanseat wird es eine «einheitliche Plattform bei der Ausstattung künftiger Kabinensysteme» geben.

Beim Kauf von Sitzen, dem Unterhaltungsprogramm und Bordküchen müssen sich also Austrian, Swiss und Co. also demnächst abstimmen und auf eine gemeinsame Lösung einigen. Dadurch werde es möglich, größere Mengen des gleichen Produkts zu bestellen, was immer zu Sparmöglichkeiten führe, so Lufthansa-Sprecher Christoph Meier. «Auch die Einsetzbarkeit der Flugzeuge verbessert sich», erklärt er weiter. Ein ähnliches Programm gebe es aus diesem Grund auch für die Ausstattung im Cockpit. Bisher könne man nicht einfach einen Airbus von Austrian für die Lufthansa einsetzen. Das liege unter anderem daran, dass die Cockpit-Ausstattung sich leicht unterscheide. Das soll sich durch die neue Maßnahme ändern.

Markenidentität erhalten

Die Identität der einzelnen Marken bleibe aber erhalten, versichert die Lufthansa. «Und dabei geht es über die reine Farbgebung hinaus», erklärt Meier. Wenn Airlines etwa in ihrer Ausstattung an bestimmten Stellen Holzimitate und Leder verwenden, dann würden sie das auch weiterhin tun. Auch Sitzabdeckungen oder das Design von Sitzen und Gurten würden individuell bleiben.

Als Passagier wird man von diesen Änderungen allerdings erst 2019 etwas mitbekommen, wenn die neue Generation der Kabinenausstattung in die Jets eingebaut wird. Aufgrund der langen Vorlaufzeit habe man die Entscheidung aber schon jetzt treffen müssen, schreibt die Lufthansa weiter. Die Umsetzung überwachen die Töchter und die Lufthansa gemeinsam in einem Steuergremium.

Theoretisch noch mehr Synergien

Theoretisch kann die Lufthansa sich auch vorstellen, bei den Entscheiden noch weiter zusammen zu rücken. So ließe sich für den Großkonzern noch mehr Geld einsparen. Doch dafür braucht es aber in einigen Fällen die Zustimmung der Mitarbeiter. Konkret ginge es darum, die Entscheidungen über die Ausstattung in einer zentralen Einheit zusammenzufassen. Sie würden dann nur noch in Frankfurt getroffen. Darüber, ob im Bereich der Kabinenausstattung noch weitere Synergien geschaffen werden, werde man sich Ende des Jahres weiter beraten, kündigt die Gruppe an.

Mehr zum Thema

ticker-lufthansa

Lufthansa versteigert ausgemusterte Sitze aus Airbus A380 für den guten Zweck

INNA und Wizz Air: Das Video zu Wizz Away wurde am Flughafen Bukarest gedreht.

Wenn Airlines auf Popstars setzen

Lufthansa-Jet am Flughafen Hamburg (Archivbild): Der Airport hat viele Routen zu Lufthansa-Group-Drehkreuzen.

Lufthansa Group überprüft Mehrfach-Anbindungen an ihre Drehkreuze

Die D-AIHV, hier Mitte Mai 2026 beim Stopp in Palma de Mallorca: Schon keine Hinweise mehr auf Lufthansa.

Zwei von Lufthansa ausgemusterte Airbus A340 heben bald wieder ab

Video

Die Alternativroute für Project Sunrise: Sie führt am Nordpol vorbei.
Wenn die australische Fluggesellschaft ab 2027 nonstop zwischen Sydney und London fliegt, führt ein Teil der Flüge über eine der entlegensten Regionen der Erde. Die nördliche Alternativroute über die Polarregion bringt Qantas mehr Flexibilität und den Passagieren außergewöhnliche Ausblicke.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
INNA und Wizz Air: Das Video zu Wizz Away wurde am Flughafen Bukarest gedreht.
Wizz Air bringt mit dem Popstar Inna einen Song heraus. Wizz Away soll zum Sommerhit werden. Die Kombination Fluggesellschaft und Musik ist nicht neu. Ein Überblick von Fantasiesprache über Kerosin im Blut bis zu Mr. Trololo.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Airbus A350-1000 ULR von Qantas: Spezieller Flieger für spezielle Route.
Mehr als zehn Jahre nach der Ankündigung steht der Starttermin fest: Ab Oktober 2027 wird die australische Fluglinie nonstop von Sydney nach London fliegen. Die ultralange Strecke knüpft an ein legendäres Kapitel der Geschichte von Qantas an.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin