Lima Airport

Rückholung von Urlaubern aus PeruLufthansa darf nicht in Lima landen

Eigentlich wollte die Fluggesellschaft am Montag deutsche Urlauber aus Peru zurückholen. Doch das Land erteilte Lufthansa keine Landegenehmigung.

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Peru reagiert strikt auf die Corona-Krise. Das südamerikanische Land verhängte vergangene Woche nicht nur eine 15-tägige Ausgangssperre. Es schloss auch seine Grenzen, untersagte Ein- und Ausreisen und erklärte den Flughafen der Hauptstadt Lima für geschlossen.

In den folgenden Tagen starteten und landeten dennoch einige Flüge am Aeropuerto Internacional Jorge Chavez. So teilte der Flughafen am Samstag mit, El Al habe mit mehreren Rückholflügen Israelis aus Lima zurück in ihre Heimat gebracht. Für Montag war auch ein Flug von Lufthansa geplant.

Nur Frachtverkehr wird aufrecht erhalten

Der deutsche Botschafter schrieb am Samstag (21. März) in einer Nachricht an die Landsleute in Peru: «Es gibt gute Nachrichten: Für Montag, den 23. März 2020, ist ein Flugzeug der Lufthansa von Lima nach Deutschland geplant! Ziel ist Frankfurt am Main.» Allerdings, so schränkte er ein, stehe die endgültige Zustimmung der peruanischen Behörden noch aus.

Am Sonntag folgte die Ernüchterung für die gestrandeten Reisenden. Die peruanische Regierung erklärte den Flughafen von Lima für komplett geschlossen für Passagierflüge. Nur der Frachtverkehr wird aufrecht erhalten. «Aufgrund dieses Umstands hat der für Montag, den 23. März 2020, angekündigte Lufthansa-Flug von den peruanischen Behörden keine Landegenehmigung bekommen», so der Botschafter.

Lufthansa muss auf militärischen Teil ausweichen

«Rückholflüge der Bundesregierung werden ab sofort über den militärischen Teil des Flughafens abgewickelt», schrieb der Botschafter weiter. Der Flug sei aber nur aufgeschoben, nicht aufgehoben.

Lufthansa bestätigte gegenüber aeroTELEGRAPH, dass sie im Auftrag des Auswärtigen Amtes einen Flug nach Lima plant. «Leider steht hierfür seitens der peruanischen Behörden noch die Genehmigung aus, diesen angefragten Flug zum Flughafen in Lima durchführen zu können», so ein Sprecher der Fluglinie. Sobald diese da sei, werde man «kurzfristig nach Lima fliegen.» Weitere Flüge in die peruanische Hauptstadt seien noch nicht bestätigt.

Botschaft bemüht sich auch um Inlandsflüge

Die Botschaft gab einige Stunden später ein Update. «Deutschland führt zurzeit auf sehr hoher Ebene Gespräche mit der peruanischen Regierung und drängt auf eine umgehende Zuweisung von ausreichend Landegenehmigungen für Rückholflüge nach Deutschland», heißt es in einer E-Mail an die Gestrandeten. Man arbeite auch mit Botschaften anderer EU-Mitgliedsstaaten in Lima daran, Rückkehrflüge zu ermöglichen.

Weiter erklärte die Botschaft, man bemühe sich auch um Flüge aus den Städten Cusco und Arequipa nach Lima, benötige aber auch dafür die Genehmigung der peruanischen Regierung. «Außerdem haben wir damit begonnen, zu organisieren, dass deutsche Staatsangehörige, die sich außerhalb der Städte Lima, Cusco und Arequipa befinden, nach Lima, in ausgewählte größere Städten beziehungsweise zu Sammelpunkten im Land gelangen können.»

Ein Flug dürfte nicht ausreichen

Laut Informationen der Botschaft befinden sich zurzeit etwa 4000 Deutsche in Peru. Auch wenn nicht alle davon zurück nach Deutschland wollen, liegt auf der Hand, dass ein Flug nicht ausreichen wird.

In Perus nördlichem Nachbarland Ecuador hatte eine Bürgermeisterin vergangene Woche deutlich rabiater einer Rückholmaschine die Landung verweigert. Sie ließ Fahrzeuge der Stadt auf der Landebahn des Flughafens Guayaquil parken, so dass ein Flieger nicht landen konnte. Er sollte spanische und niederländische Touristen zurück nach Europa bringen.

Update: Am 26. März hat es doch geklappt - der erste Rückholflug ging mit Lufthansa von Lima nach Frankfurt. Weitere Flüge sind geplant.

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